Teil eines Werkes 
3. Theil (1821)
Entstehung
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konnte ſelbſt bei dieſer Flechte ſchwoͤren, die unter eurem Schleier hervor faͤllt.

Und auch wohl bei dem Geſichte, das die⸗ ſer Schleier deckt? ſprach das Maͤdchen, den Schleier aufhebend, den ſie jedoch alsbald wieder herab zu ziehen ſuchte. Roland ſah Katharina's Zuͤge, aber ein ungewoͤhnlicher Grad von muth⸗ williger Ungeduld gluͤhte in ihrem Geſichte, als ſie bei dem Legen des Schleiers ſich ſo linkiſch benahm, daß ſie nicht im Stande war, ihn mit der Gewandtheit zu ordnen, die eine Hauptfer⸗ tigkeit der gefallſuͤchtigen Frauen jener Zeit war.

Daß der Teufel den Lumpen in Fetzen reiße! ſprach das Maͤdchen, als der Schleier um ihre Schultern flatterte, mit einem ſo ern⸗ ſten, entſchloſſenen Tone, daß Roland ſtutzte. Er blickte ihr noch einmahl in's Geſicht, aber das Zeugniß ſeiner Augen lautete wie vorher. Er half ihr, den Schleier zurecht zu legen, und beide ſchwiegen einen Augenblick. Das Fraͤulein brach endlich das Schweigen, da Roland zu beſtuͤrzt uͤber die Widerſpruͤche war, die in Katha⸗ rina's Weſen zu liegen ſchiene

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