200
Ehben so ging es dem alten Caxon, als er in der Nacht, die auf jene Unterredung des Alter- thumsforschers mit Adam folgte, in seiner Warte zusammengekrümmt, und in tiefe Betrachtungen versenkt über die bevorstehende Vermählung sei- ner Tochter und über seine Würde als Schwie- gerrater, gelegentlich einmal nach der Signal- stange blickte, mit der die seinige in Verbindung stand, und zu seinem Erstaunen gerad' in dieser Richtung ein Licht wahrnahm. Er rieb sich die Augen, blickte nochmals hin, und suchte seine Beobachtung vermittelst eines Jacobsstabes zu be- richtigen, den er so gestellt hatte, daſs er ge- rade auf den bestimmten Punkt hinwies. Allein er sah deutlich, daſs das Licht zunahm, wie der Comet in den Augen eines Astronomen,«ganzen Nationen Unheil drohend.»
«Gott sey uns gnädig!“ rief Caxon;«was ist nun zu thunp Da mögen klügere Leute zusehen — ich zünde das Lärmfeuer an!“*
Sogleich flammte das Feuer in einer zitternden Flammensäule zum Himmel empor, und spiegelte sich, indem es die Seevögel aus ihren Schlupf- winkeln aufstörte, in den göthlichen Wellen der See wieder. Die andern Wächter folgten so- gleich Caxon’'s Beyspiel, und zündeten ebenfalls ihre Lärmfeuer an. Man sah in wenigen Minu⸗ ten auf Landspitzen, Vorgebirgen und Hügeln rings umher Flammen, und die ganze Gegend


