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sind zu sehr erschüttert, und da Sie noch so manches Geschäft vor sich haben, so dürfen Sie
Ihre Kräfte nicht gänzlich erschöpfen. Ihres Bru-
ders Erbschaft ist, wie ich vermuthe, jetzt Ihr
Eigenthum, und Sie werden nun leicht unter sei-
nen Leuten und Dienern nachforschen können,
wo sich das Kind befindet, wenn es glücklichen
weise noch am Leben seyn sollte.“
Ach, das wag' ich wirklich kaum zu hoffen! Warum hätte mir mein Bruder nichts davon ge- sagt?
Aber, Mylord, warum hätt' er Ihnen denn von dem Daseyn eines Wesens etwas mittheilen sollen, das Sie, Ihrer Ansicht nach, für den Spröſsling einer“—
Sehr wahr! Das ist ein nahe liegender und zarter Grund seines Schweigens. Hätte irgend etwas das Entsetzen des grausen Traums vermeh- ren können, der mein ganzes Daseyn vergiftet hat, so würd' es die Ueberzeugung gewesen seyn, dafs ein solches Kind des Elends existire.“
Also— wenn es auch ein ziemlich übereilter Schlufs wäre, nach einem Zeitraum von mehr als zwanzig Jahren anzunehmen, daſs Ihr Sohn noch am Leben sey, weil er als Kind nicht um- gebracht worden— ich dächte, sie stellten so- gleich Ihre Nachforschungen an.“
Es soll geschehen, entgegnete der Lord; ich will an einen alten treuen Haushofmeister
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