19²
„Nein,v versetzte die Sybille;«Euch selbst meyn' ich!, Lord Geraldin. Hättet Ihr nicht den kindlichen Gehorsam aus den Augen gesetzt, als Ihr Euch mit Eveline, während ihres Aufenthalts in Knockwinnock, heimlich vermähltet, so wür- den unsre Vorkehrungen Euch wohl auf einige Zeit getrennt haben; allein Euer Kummer würde doch nicht durch Gewissensbisse vergiftet worden seyn. Aber Euer eigenes Benehmen hatte die Waſfen vergiftet, die wir gegen Euch führten, und sie verwundeten Euch um so tiefer, je blin- der Ihr selbst hineinranntet. Wäre Eure Ehe öffentlich und anerkannt gewesen, so hätten wir unsre List, Euch ein unübersteigliches Hindernifs in den Weg zu legen, auf keinen Fall ausfüh- ren können.“*
„Cott im Himmel!“ rief der unglückliche Lord;«jetzt sinkt mir die Binde von den Augen! Nun versteh' ich erst die zweifelhaften Winke des Trostes, die meine unglückliche Mutter fal- len liefs, und die unmittelbar dahin zielten, die Bewcise der furchtbaren Schuld zu schwächen, deren ich mich, durch ihre Künste verleitet, für theilhaftig hielt.“. 3
„Sie konnte sich nicht deutlicher erklären,* sagte Elsbeth,«ohne ihren eigenen Betrug ein- zugestehen, und würde sich cher von Pferden haben zerreissen lassen, als das, was sie gethan, enthüllt haben, und, wäre sie noch am Leben


