Nun aber kam Malcolm Misticot— Sir Arthur meynt, es sollte misbegot, unehlich, heiſsen— von den Bergen mit einer Schaar von Hochländern herab, behauptete, dafs Schlofs und Land ihm, als dem ältesten Sohne, gehöre, und trieb die Wardours hinaus. Darüber entstand ein groſses Gefecht und Blutvergieſsen; denn die Edlen des Landes schlugen sich theils auf diese, theils auf jene Scite. Malcolm indeſs behielt das Ueber- gewicht, indem er das Schloſs behauptete, es hefestigte, und den groſsen Thurm erbaute, der noch heut zu Tage Misticots-Thurm heifst.“
«Aber, bester Adam,“ unterbrach ihn der Deut sche; das klingt ganz, wie unsre langen CGeschich- ten von den Baronen mit sechzehn Ahnen. Ich möchte lieber etwas von Gold und Silber ver- nehmen.“
«Nun seht, dieser Malcolm ward von einem Oheim unterstützt, einem Bruder seines Vaters, der Abt von St. Ruth war, und Beyde sammelten grofse Schätze, um die Nachfolge ihres Hauses in dem Gute Knockwinnock zu sichern. Die Mönche in jener Zeit, sagt man, hätten sich auf die Kunst verstanden, das Metall zu vermehren — genug, sie waren sehr reich. Endlich kam es dahin, dafs der junge Wardour, der Sohn Richard des Rotharmigen, den Misticot heraus- forderte, mit ihm zu kämpfen in geschlossenen Schranken. Misticot wurde besiegt, und sein


