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99. Band, Erzählungen eines Großvaters aus der schottischen Geschichte : 5. Theil (1828) Tales of a grandfather
Entstehung
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Gebaͤude, das Gaͤrten hatte, die ſich nach dem Fluſſe Tay hindehnten. Der Graf von Gowrie war, oder ſchien er⸗

ſtaunt, den Koͤnig ſo unerwartet ankommen zu ſehen, und

ließ eiligſt ein kleines Gaſtmahl zur Erfriſchung Seiner Ma⸗ jeſtaͤt zubereiten. Nachdem der Koͤnig geſpeist hatte, drang Alexander Ruthven in ihn, mit ihm zu kommen, um den Gefangenen im Geheimen zu ſehen; und Jakob, von Natur neugierig, und arm genug, um geldgierig zu ſeyn, folgte ihm von einem Gemache ins andere, bis Ruthven ihn in ein kleines Thuͤrmchen fuͤhrte, wo nicht ein Gefangener mit ei⸗

nem Kruge voll Geld, ſondern ein bewaffneter Mann ſtand,

der, wie es ſchien, zu irgend einem gewaltſamen Unterneh⸗ men bereit war.

Der Koͤnig fuhr zuruͤck, allein Ruthven ergriff den Dolch, den der Mann bei ſich fuͤhrte, ſetzte ihn Jakob auf die Bruſt, und befahl ihm, indem er ihn an den Tod ſeines Vaters, des Grafen von Gowrie, erinnerte, ſich bei Todes⸗ ſtrafe ſeiner Willkür zu unterwerfen. Der Koͤnig antwor⸗ tete, er ſey noch ein Knabe geweſen, als der Graf von Gow⸗ rie hingerichtet worden ſey, und warf Ruthven ſeine Undank⸗ barkeit vor. Duch Gewiſſensbiſſe oder irgend einen andern Grund bewogen, verſicherte der Verſchworne daß ſein Leben in Sicherheit ſey, und ließ ihn in dem Thurme bei dem be⸗ waffneten Manne, der zu einem ſo verzweifelten Unterneh⸗ men ſicherlich eben nicht ſehr glucklich auserleſen worden war, da er zitternd in ſeiner Waffenruͤſtung daſtand, ohne entweder ſeinem Herrn oder dem Koͤnige beizuſtehen.

Wir wollen jetzt ſehen, was waͤhrend dieſes ſonderbaren Auftritts zwiſchen dem Koͤnig und Ruthven vorgieng. Ja⸗ cob's Begleiter hatten angefangen, ſich uber ſeine Ahweſen⸗

W. Scott's Werke. XCIXN. 6