Teil eines Werkes 
99. Band, Erzählungen eines Großvaters aus der schottischen Geschichte : 5. Theil (1828) Tales of a grandfather
Entstehung
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den Konſtable, den er, ſagte er, fuͤr einen beſſern Edelmann halte, als Lord Scrope, und trug ihm auf, zu ſagen, der Graͤnzwaͤchter von Liddesdale habe die That verrichtet, und den Conſtabel zu bitten, auszugehen und Rache zu ſuchen, wenn er auf den Namen eines Ehrenmannes Anſpruch ma⸗ che. Buccleuch zog Fch hierauf in großer Muße zuruͤck, und betrat Schottland bei Sonnenaufgang in Ehre und Sicher⸗ heit wieder.Es iſt nie eine tapferere That der Lehenspflicht in Schottland verrichtet worden, ſagt ein alter Geſchicht⸗ ſchreiber,nein, ſelbſt in Wallace's Tagen nicht.

Eliſabeth war, wie man ſich denken kann, furchtbar gr⸗ bittert uͤber dieſen Schimpf, und verlangte⸗ Buccleuch ſolle den Englaͤndern ausgeliefert werden, da er ſich waͤhrend der Friedenszeit einen ſo großen Anzriff erlaubt habe. Die Sa⸗ che wurde dem ſchottiſchen Adel vorgelegt. Koͤnig Jakob nahm ſich ſelbſt der Sache der Koͤnigin Eliſabeth an, da er ſich, wie man vermuthen kann, dieſer Fürſtin durch ſeine Zahmbeit und Gelebrigkeit empfehlen wollte. Der Staatsſe⸗ cretair vertheidigte Buccleuch; und das ſchottiſche Parlament faßte endlich den Beſchluß, die Frage der Entſcheidung von Bevollmaͤchtigten, die für beide Voͤlker gewaͤhlt werden ſoll⸗ ten, zu unterwerfen. Allein in Betreff der vorgeſchlagenen Auslieferung Buccleuch's an England, erklaͤrte der Praͤſident mit lauter Stimme, ſo werde es Zeit genug für Buccleuch ſeyn, nach England zu gehen, wenn der Koͤnig in eigener Perſon dahin gehen werde.

Buccleuch endete endlich den Streit dadurch, daß er, auf des Koͤnigs Bitte und unter der Bedingung, daß ihm kein Leid widerfahren werde, nach England giens. Die Kö⸗ nigin Eliſabeth wuͤnſchte ihn perſönlich zu ſehen, und fragte ihn, wie er einen ſolchen Angriff auf ihr Gebiet zu umer⸗