Teil eines Werkes 
99. Band, Erzählungen eines Großvaters aus der schottischen Geschichte : 5. Theil (1828) Tales of a grandfather
Entstehung
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78 lung auserleſener Leute ſtieg ab; die uͤbrigen blieben zu Pfer⸗ be, um jeden Angriff von Seiten der Stadt abzuhalten. Die Nacht war nebelig und regneriſch. Die Abtheilung, der jenes Geſchaͤft uͤbertragen war, naͤberte ſich dem Fuße der Mauern, und ſuchte ſie vermittelſt der Leitern, welche ſie zu dieſem Ende mit ſich genommen hatten, zu erſteigen. Allein die Leitern waren zu kurz. Sie erbrachen hierauf mit andern Werkzeugen, die ſie bei ſich hatten, ein Pfoͤrt⸗ chen, und drangen in die Burg ein. Ihr Anführer hatte ihnen den ſtrengen Befehl ertheilt, niemand ein Leid zuzufuͤ⸗ gen, auſſer denen, welche ſich ihnen widerſetzen wuͤrden, ſo daß die wenigen Wachen, welche der Laͤrmen zuſammenbrach⸗ te, ohne großen Schaden zuruͤckgetrieben wurden. Als ſie Herren des Schloſſes waren, wurden die Trompeten des Graͤnzwaͤchters geblaſen, zur nicht geringen Beſtuͤrzung der Einwohner von Carlisle, die zu einer ſo fruͤhen Stunde durch Angriffslaute aus ihrem ruhigen Schlafe aufgeſchreckt wurden. Die Glocken des Schoſſes ſchallten; die der Stiftskirche und die von Moothall antworteten; Trommeln riefen zu den Waffen; und Feuerthuͤrme wurden angezuͤndet, um die kriegeriſche Umgegend unter die Waffen zu rufen. Inzwiſchen hatte das ſchottiſche Haͤuflein ſeinen Zweck erreicht. Sie hatten Kinmont Willie aus ſeinem Kerker befreit. Das erſte, was Armſtrong that, war, dem Lord Scrope eine

gute Nacht zuzurufen, und ihn zu fragen, ob er keine Neu⸗

igkeiten für Schottland habe. Die Graͤnzbewohner befolgten die Befehte ihres Anführers ſtrenge, und enthielten ſich aller Beute. Sie kehrten von dem Schloſſe zuruͤck und brachten ihren befreiten Landemann und einen Herrn mit Namen Spenſer, einen Diener des Konſtabel des Schlöſſes, mit ſich⸗ Buccieuch entließ ihn, mit ſeinem Empfehlungen an Salkold