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befahl gleichwohl dem Grafen von Argyle gegen ſie mit den noͤrdlichen Streitkraͤften des Lord Forbes und anderer, die groͤßtentheils Proteſtanten waren, und den Krieg mit dem religiöſen Eifer führten, der die Reformirten von den Ka⸗ tholiken trennte, zu ziehen. Argyle hob gleicherweiſe große Danden der weſtlichen Hochlaͤnder aus, die ſich nur wenig um Religion bekuͤmmerten, allein ungemein pluͤnderungsſüͤch⸗ tig waren.
Argyle's Heer, ungefaͤhr 10,000 Mann ſtark, begegnete Hutly's und Errol's Streitkraͤften bei Glenlivat, den 5. Ok⸗ tober 1594. Das Gefecht war ſehr hitzig. Allein die Gor⸗ dons und Hays waren, obſchon ihre Zahl weit geringer war, wohl beritten und in voͤlliger Waffenrüſtung, und Argyle's Soldaten hatten bloß ihre Plaids und Muͤtzen. Zudem hat⸗ ten die beiden Grafen zwei oder drei Feldſtücke, vor denen ſich die Hochlaͤnder, die an nichts der Art gewoͤhnt waren, ſehr fuͤrchteten. Die Folge des Treffens war, daß, obſchon die Reiterei einen Huͤgel hinauf, wo Steine und Felſen den Weg verſperrten, angreifen mußte, und die Hochlaͤnder mit großem Muthe fochten, doch Huntly's und Errol's kleines Haͤuflein, deſſen Zahl ſich blos auf ungefaͤhr 1500 Roſſe be⸗ lief, das ihm gegenüͤberſtehende Heer durchbrach und mit großem Verluſte zerſtreute. Auf Argyle's Seite fiel einige Verraͤtherei vor; die Grants, ſagt man, nahe Nachbarn, und einige von ihnen Vaſallen der Gordonen, vereinigten ſich mit ihren alten Freunden mitten im Gefechte. Der Haͤuptling von Maclean vertheidigte ſich mit großem Muthe, wurde aber endlich doch zur Flucht gezwungen. Dieß war eine von jenen Gelegenheiten, bei welchen das hochlaͤndiſche unregelmaͤßige Fußvolk gegen den dichten Angriff der Reiterei des ebenen Landes mit ihren langen Lanzen, die es nieder⸗


