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Murray, dem Eidam des Regenten deſſelben Namens, in de⸗ ren Laufe John Gordon, ein Bruder Gordons von Cluny, durch einen Schuß aus Murray's Schloß Darnoway, getoͤd⸗ tet nurde. Dieß war genug, um beide Familien zu unver⸗ ſoͤhntichen Feinden zu machen, wenn ſie auch ſonſt in einem freundſchaftlichen Vernehmen mit einander geſtanden waͤren. Murray war ein ſo ſchoͤner und wohlgeſtalteter Mann, daß er allgemein unter dem Namen des huͤbſchen Grafen von Murray bekannt war. Um das Jahr 1591—2 wurde Mur⸗ ray angeklagt, Stuart, Grafen von Bothwell, bei einem neuen verraͤtheriſchen Unternehmen unterſtuͤtzt zu haben. Oh⸗
ne ſich vielleicht an die Feindſchaft der beiden Grafen zu er⸗
innern, ſchickte Jakob den Grafen von Huntty mit dem Auf⸗ trage ab, den Grafen von Murray vor ihn zu bringen. Huntly freute ſich wahrſcheinlich uͤber die Bothſchaft, da fie ihm eine Gelegenheit darbot, ſich an ſeinem Feudal⸗Feinde zu raͤchen. Er belagerte das Haus Dunnibirſel, an der noͤrdlichen Seite des Forth, und forderte Murray zur Ueber⸗ gabe auf. Als Antwort wurde eine Kanone geloͤst, die ei⸗ nen von den Gordonen toͤdtlich verwundete. Die Angreifer ſteckten nun das Haus in Brand, und Dunbar, Scherif der Grafſchaft Murray, fagte zu dem Grafen:„Wir wollen nicht hier bleiben, um in dem brennenden Hauſe durch die Flam⸗ men umzukommen; ich will zuerſt hinausgehen, und die Gordonen werden mich fuͤr Eure Herrlichkeit halten, und
mich toͤdten, waͤhrend Sie in der Verwirrung entkommen
koͤnnen.“ Sie ſtürzten demzufolge unter ihre Feinde hinaus, und Dunbar wurde erſchlagen. Allein ſein Dod rettete ſei⸗
nen Freund nicht. Murray entkam zwar fuͤr den Augen⸗
blick, als er aber nach den Felfen an dem Meeresufer hin⸗ koh, verriethen ihn die an ſeinem Helme haͤngenden ſeidenen


