Teil eines Werkes 
99. Band, Erzählungen eines Großvaters aus der schottischen Geschichte : 5. Theil (1828) Tales of a grandfather
Entstehung
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wurden viele Verſchwoͤrungen angezettelt, welche die Entthro⸗

nung der Eliſabeth, und die Erhebung Maria's, einer Fuͤr⸗

ſtin ihrer eigenen Religion, und der geſetzmaͤßigen Erbin der Krone in ihren Augen, auf den Thron Englands zum Zweck

hatten.

Sobald eine dieſer Verſchwoͤrungen entdeckt war, ſchien ſich wieder eine andere zu bilden; und da den Katholiken ein maͤchtiger Beiſtand von Seiten des Koͤnigs von Spanien verheißen war, und die Gewalt des Enthuſiasmus ſie vor⸗ waͤrts trieb, ſo ſchien die Gefahr jeden Tag drohender. Es laͤßt ſich nicht zweifeln, daß viele von dieſen Verſchwoͤrungen der Maria in ihrer Gefangenſchaft mitgetheilt wurden; und in Erwaͤgung der Klagen, die ſie gegen Eliſabeth zu fuͤhren hatte, waͤre es wunderbar geweſen, wenn ſie ihrem Kerker⸗ meiſter die Plane, die zu ihrer Befreiung entworfen wurden, entdeckt haͤtte. Allein dieſe Verſchwoͤrungen, die ſo raſch auf einander folgten, veranlaßten eines der ſonderbarſten Geſetze, die je in England gegeben wurden. Dieſes Geſetz erklaͤrte, daß, wenn irgend eine Empoͤrung oder irgend ein Angriff gegen die Perſon der Koͤnigin Eliſabeth von oder fuͤr irgend eine Perſon beabſichtigt werde, die Anſpruͤche auf die Krone mache, die Koͤnigin eine Kommiſſion von 25 Perſonen zu⸗ ſammenberufen koͤnne, welche befugt ſey, ſolche Verbrechen zu unterſuchen, und darüber zu erkennen; und daß nach der Faͤllung des Urtheils eine Proklamation erlaſſen werden ſolle, welche die Perſonen, zu deſſen Gunſten eine Verſchwoͤrung oder Empoͤrung unternommen worden ſey, alles Anſpruchs auf den Thron beraube; endlich wurde verfuͤgt, daß die letz⸗ tern bis zum Tode verfolgt werden ſollten. Die Haͤrte dieſer Verfüͤgung lag darin, daß ſie Maria, gegen die ſie gerichtet war, ſowohl fuͤr die Handlungen anderer, als fuͤr ihre eige⸗