Teil eines Werkes 
99. Band, Erzählungen eines Großvaters aus der schottischen Geschichte : 5. Theil (1828) Tales of a grandfather
Entstehung
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ſie ſey an Geiſ und Koͤrper gleich ſtuͤmperhaft, nebſt andern beſchimpfenden Ausdruͤcken, die jedem Weibe, und beſonders einer Koͤuigin, die ſo ſtolz wie Eliſabeth, und ſo ſehr von dem Wunſche beſeelt war, fuͤr ſchoͤn gehalten zu werden, eine ausgeſuchte Pein verurſachen mußten. Unſtreitig vergroͤßerten dieſe Vorwuͤrfe den Haß Eliſabeth's gegen Maria.

Allein auſſer dieſen weiblichen Gruͤnden zum Widerwillen gegen ihre Gefangene, hatte Eliſabeth Urſache, die Koͤnigin der Schotten, ſowohl mit Furcht, als mit Neid und Haß zu betrachten. Die katholiſche Partei in England war noch ſehr ſtark, und erhob die Anſpruͤche Maria's auf den Thron von England, als die eines Nachkommen der Prinzeſſin Margarethe, der Tochter Heinrichs VII. über die Anſprüche Eliſabeth's, die, ihrem Urtheile nach, als die Erbin einer ungeſetzlichen Ehe zwiſchen Heinrich VIII. und Anna Bullen, ungeſetzmaͤßig war. Auch ſuchten die Paͤpſte, die Eliſabeth mit Recht als die große Stuͤtze der reformirten Religion be⸗ trachteten, diejenigen ihrer Unterthanen, welche dem roͤmi⸗ ſchen Stuhle noch gehorchten, gegen ſie aufzuwiegeln. End⸗ lich im Jahre 1570— 71 machte Pius ll., der damals re⸗ gierende Papſt eine Bulle, oder einen Bannſpruch bekannt, kraft deſſen er die Koͤnigin Eliſabeth(in ſo weit ſein Ans⸗ ſpruch dieß vermochte), ihre himmliſchen Hoffnungen, ſo wie ihres Koͤnigreichs auf Erden beraubte, ſie von den Vorrech⸗ ten der Chriſten ausſchloß, und ſie als eine Verbrecherin je⸗

dem Preis gab, der vortreten wuͤrde, um die Kirche, durch

den Tod ihres groͤßten Feindes, zu raͤchen. Der Eifer der engliſchen Katholiken wurde durch dieſen Ausſpruch des Ober⸗ haupts ihrer Kirche entflammt. Einer derſelben hatte die Kuͤhnheit, eine Abſchrift des Bannfluchs an die Thore des Biſchofs von London anzuſchlagen, und unter den Papiſten