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99. Band, Erzählungen eines Großvaters aus der schottischen Geschichte : 5. Theil (1828) Tales of a grandfather
Entstehung
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Zweites Kayittel.

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Harte Behandlung der Maria während ihrer Gefangenſchaft.— Babing⸗ ton's Nerſchwörung.— Maria's Verhör.— Ihre Verurtheilung und Hinrichtung. Regierung Jacob's VI.— Fehden der Adeligen, und blutdürſtiger Geiſt der Zeiten. Kinmont Willie's Errettung aus dem Schloſſe Carlisle durch Buccleuch.— Die Verſchwörung Gow⸗ rie’'s— Jacods Beſteigung des engliſchen Throns. 4

Du wirſt ohne Zweifel begierig ſeyn zu erfahren, was aus der Koͤnigin Maria geworden iſt. Wir ließen ſie, wie du weißt, in den Haͤnden der Koͤnigin Eliſabeth, welche die Frage in Betreff ihrer Schuld oder Unſchuld zu entſcheiden ſich geweigert hatte. Dieß geſchah im Jahre 1568— 1569, und unſtreitig haͤtte Maria damals nach allen Regeln der Gerechtigkeit in Freiheit geſetzt werden ſollen. Sie war we⸗ gen Dingen angeklagt worden, die nach Eliſabeth eigenen Geſtaͤndniß nicht gegen ſie bewieſen waren, und uͤber welche die Koͤnigin Eliſabeth zu erkennen kein Recht gehabt haben wuͤrde, ſelbſt wenn ſie bewieſen geweſen waͤren. Nichtsdeſto⸗ weniger fuhr Eliſabeth fort, Maria als Verbrecherin zu be⸗ handeln, obſchon ſie ſie nicht fuͤr eine ſolche erklaͤrte, und ſie als ihre Unterthanin zu betrachten, obſchon ſie eine unabhaͤn⸗ gige Fuͤrſtin war, die England zu ihrem Zufluchtsorte ge⸗ waͤhlt hatte, in der Hoffnung, jenen gaſtfreundlichen Schutz zu finden, den man dem geringſten ſchottiſchen Unterthan ge⸗ waͤhrt haben wuͤrde, der, den Geſetzen ſeines Landes entflie⸗ hend, Gaſtfreundſchaft in dem Schweſterreiche geſucht haͤtte. Wenn du die engliſche Geſchichte lieſeſt, wirſt du finden, daß Eliſabeth eine große und glorreiche Königin war, und den Litel der Mutter ihres Landes wohl verdiente; allein ihr Be⸗