52² ſich in die ſüdliche Grafſchaft Dumfries. Hier warnte man ihn, auf ſeiner Hut zu ſeyn, da er ſich jetzt in der Naͤhe der Douglas befinde, deren großes Haupt, der Graf von Morton, durch ihn auf dem Blutgeruͤſte geſtorben war; und beſonders rieth man ihm, ſich vor Jacob Douglas von Tor⸗ thorwald, dem nahen Verwandten des Grafen, zu huͤten. Stewart antwortete ſtolz, er wuͤrde ihm oder allen, die den Namen Douglas fuͤhren, nicht aus dem Wege gehen. Dieß wurde Torthorwald hinterbracht, der, die Aeuſſerung fuͤr ei⸗ ne Herausforderung haltend, alsbald mit drei Dienern zu Pferde ſtieg, und den gefallenen Guͤnſtling verfolgte. Als ſie ihn erreichten, ſtießen ſie ihm einen Spieß durch den Leib, und toͤdteten ihn auf der Stelle, ohne Widerſtand. Sein Kopf wurde vom Rumpfe getrennt, auf eine Lanze ge⸗ ſteckt, und auf den Zinnen des Thurmes von Torthorwald aufgeſteckt. So gieng die Prophezeihung der Wahrſagerin in einem gewiſſen Sinne in Erfüllung, da ſein Kopf hoͤher erhoben wurde, als zuvor, obſchon nicht auf die Art, wie man ihn hatte hoffen laſſen. Sein Leichnam wurde mehrere Tage an dem Orte, wo er getoͤdtet worden war, gelaſſen, und von Hunden und Schweinen verſtuͤmmelt. So endete dieſer nichtswuͤrdige Guͤnſtling durch einen eben ſo blutigen als niedrigen Tod.
Teil eines Werkes
99. Band, Erzählungen eines Großvaters aus der schottischen Geschichte : 5. Theil (1828) Tales of a grandfather
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