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99. Band, Erzählungen eines Großvaters aus der schottischen Geschichte : 5. Theil (1828) Tales of a grandfather
Entstehung
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hielt Godseroft fuͤr eine Anſpielung auf die letzte Verwendung

der Schaͤtze des Regenten Morton.

Nach Morton's Tod wurden ſeine Fehler und Verbre⸗ chen großentheils vergeſſen, als man bemerkte, daß Arran (d. h. Kapitaͤn Stewart) die ganze Verdorbenheit und Unter⸗ druͤckungsſucht des vormaligen Regenten, ohne ſeine Weisheit oder ſeine Talente befaß. Lennox, der andere Guͤnſtling des Koͤnigs, war bei dem Volke ebenfalls nicht beliebt, haupt⸗ ſachlich weil er die Geiſtlichkeit zum Feinde hatte, die, ob⸗ ſchon er ſich oͤffentlich zu der proteſtantiſchen Religion be⸗ kannte, argwoͤhnten, daß er noch eine gewiſſe Anhaͤnglichkeit an den katholiſchen Glauben habe. Dieſer Verdacht ent⸗ ſprang aus dem Umſtande, daß er in Frankreich erzogen worden war. Sie predigten oͤffentlich gegen ihn, als gegen einen großen Helden, ſeine Gnaden genannt, dem, wenn er ſich der Religion zu widerſetzen fortfahre, wenig Gnade bei ſeinem Ende wiederfahren werde.“.

Der mißvergnuͤgte Adel verſchwor ſich zu dem Plane,

dem Koͤnige ſeine Guͤnſtlinge zu entreißen. Dieß geſchah da⸗

durch, daß man ſich gewaltſamerweiſe der Perſon des Koͤ⸗ nigs ſelbſt bemaͤchtigte, was, waͤhrend der Minderjaͤhrigkeit des Fuͤrſten, die gewoͤhnliche Art war, die Staatsverwaltung in dem Königreiche Schottland zu verändern.

Den 23. Auguſt 1582 lud der Graf von Gowrie den Koͤ⸗ nig in ſein Schloß zu Ruthven unter dem Vorwande der Jagd ein. Hier ſah er den Grafen von Mar, Lord Lind⸗ ſay und andere Edelleute ankommen, vorzüglich ſolche, die dem Regenten Morton geneigt geweſen waren, und die, gleich ihm, zur Partei der Koͤnigin Eliſabeth gehoͤrten. Als der Koͤnig ſich ſo viele Perſonen um ihn verfammeln ſah, von

denen