Teil eines Werkes 
99. Band, Erzählungen eines Großvaters aus der schottischen Geschichte : 5. Theil (1828) Tales of a grandfather
Entstehung
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47 von Halifax in Yorkſhire nach Schottland eingefuͤhrt hatte. Den Verbrecher, welcher durch dieſe Maſchine hingerichtet wurde, legte man geſtreckten Wegs auf Bretter nieder, und brachte ſeinen Nacken unter ein ſchwer mit Blei beladenes ſcharfes Beil, das an einem über einem Flaſchenzuge ange⸗ brachten Seile hieng. Wenn das Zeichen gegeben wurde, ließ man das Seil los, und das Beil, das auf den Nacken der verurtheilten Perſon herabfiel, trennte den Kopf vom Rumpfe. Morton unterwarf ſich ſeinem Schickſale mit einer höchſt chriſtlichen Standhaftigkeit; und in ihm ſtarb der letz⸗ ete jener furchtbaren Douglas, deren Muth und Talente ſie zum Stolze ihres Landes machten, deren Ehrgeiz aber auch oft die Geißel deſſelben war. Niemand konnte angeben, was aus den Schaͤtzen geworden war, die er zuſammengehaͤuft, und um derenwillen er ſeine Popularitaͤt als ein liberaler und ſein Gewiſſen als ein ehrlicher Mann aufgeopfert hatte. Er war, oder ſchien ſo arm zu ſeyn, daß er auf ſeinem We⸗ ge nach dem Blutgeruͤſte Geld von einem Freunde borgte, um den Bettlern, die ſein Mitleid anflehten, ſeine letzten Al⸗ moſen zu geben. Einige haben geglaubt, ſeine Reichthuͤmer liegen noch in den geheimen Gewoͤlben ſeines Schloſſes Dal⸗ keith, das jetzt dem Herzoge von Buccleuch gehoͤrt, verbor⸗ gen. Allein Hume von Godscroft, der die Geſchichte der Familie Douglas ſchrieb, ſagt, der Graf von Angus, der Neffe Morton's, habe bedeutende Summen darauf verwen⸗ det, eine Anzahl Verbannter zu unterhalten, die, wie der Graf ſelbſt, aus Schottland verwieſen wurden, und endlich, als er einiges Geld zu dieſem Ende bezahlte, ſoh man ihn ſagen gehört haben:„Das Letzte davon iſt jetzi dahin, und ich glaubte nie, daß es ſo viel Gutes ſtiften wuͤrde.“ Dieß