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ner ſey. Alles was er verlangte, war eine unparteliſche Unterſuchung.
In Folge dieſer oͤffentlichen Anklage wurde der Graf, der ſo kurz zuvor noch der rachſuͤchtigſte Mann in Schott⸗ land geweſen war, in Erwartung einer gerichtlichen Unter⸗ ſuchung verhaftet. Die Freunde, die er noch hatte, forder⸗ ten ihn ernſtlich zur Flucht auf. Sein Neffe, der Graf von Angus, erbot ſich, ſeine Leute unter die Waffen zu rufen, und ihn mit Gewalt zu beſchuͤtzen. Morton ſchlug beide Anerbietungen aus, und erklaͤrte, er wolle den Erfolg einer rechtlichen Unterſuchung abwarten. Die Koͤnigin von Eng⸗ land verwandte ſich mit einem ſolchen parteiiſchen Ungeſtuͤm für Morton, daß ſie Jacob vielleicht noch mehr gegen den Gefangenen einnahm, weil dadurch der Glaube in ihm er⸗ regt wurde, Morton ſey der Koͤnigin Eliſabeth ergebener, als ihm ſelbſt.
Inzwiſchen wurde der Anklaͤger Stewart zu dem Grafen⸗ thume von Arran, das durch die uͤber die Hamiltonen ver⸗ haͤngte Strafe erledigt worden war, befoͤrdert. Morton, der von dieſer Befoͤrderung nichts wußte, erſtaunte, als er hoͤr⸗ te, daß die Anklage im Namen Jakobs, Grafen von Arran gegen ihn lief. Als er erfuhr, wer jetzt dieſen TDitel fuͤhrte,
bemerkte er:„Steht es ſo? Nun weiß ich, was ich zu erwar⸗
ten habe.“ Er erinnerte ſich, wie man glaubte, an eine al⸗ te Prophezeihung, die vorherſagze, daß das blutige Herz
(das Wappen der Douglas) durch den Mund Arran's fallen
werde,“ und man muthmaßte, die Furcht, irgend einer von den Hamiltonen moͤchte dieſe Prophezeihung erfullen, habe ihn zu dem Entſchluſſe angeſpornt, die Familie zu pernich⸗ ten. Wenn dem ſo iſt, ſo bahnte ſeine eigene tyranniſche


