Teil eines Werkes 
99. Band, Erzählungen eines Großvaters aus der schottischen Geschichte : 5. Theil (1828) Tales of a grandfather
Entstehung
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uͤber mit der unverſchaͤmteſten Heuchelei ausrief:„Benedici⸗ te, Sie ſind der hartnaͤckigſte Mann, den ich je ſah, daß Sie mich zwangen, Sie ſo zu behandeln; ich dachte nie dar⸗ an, jemand ſo zu behandeln, wie Ihre Halsſtarrigkeit mich Sie zu behandeln gezwungen hat.“ Der Commendator wurde nachher von einer von Hamilton von Bargany befehligten Ab⸗ theilung befreit, die das ſchwarze Gewoͤlbe von Denure, in der Abſicht ihn zu befreien, angriff. Allein das wilde und grauſame Betragen des Grafen zeigt, auf welche Art die Adeligen die Kirchenguͤter von denen, welche fuͤr den Augen⸗ blick im Beſitze derſelben waren, erhielten.

Der Graf von Morton gab jedoch das Beiſpiel zu einer andern und minder gewaltthaͤtigen Art, Einkuͤnfte der Kirche ſich zuzuwenden. Dieß geſchah durch die Wiedereinfuͤhrung des Standes der Biſchoͤfe, der von der presbyterianiſchen Form der Kirchenregierung entfernt worden war. Z. B. nach der Hinrichtung des Erzbiſchofs von St. Andreas ließ er Douglas, den Rektor von St. Andreas, zum Erzbiſchofe an ſeiner Statt erwaͤhlen; allein dieſem Namens⸗Praͤlaten bewil⸗ ligte er bloß eine kleine Penſion von den bedeutenden Ein⸗ kuͤnften des Bisthums, und behielt das ganze übrige Ein⸗ kommen fuͤr ſich, obſchon die Renten im Namen des Biſchofs erhoben wurden.

Dieſe und andere Umſtaͤnde betruͤbten John Knox, den kuͤhnen und unbeugſamen Vater der ſchottiſchen Reformation ſehr. Er ſah mit Schmerz, daß der proteſtantiſche Adel auch noch den ſpaͤrlichen Unterhalt, welcher der ſchottiſchen Geiſt⸗ lichkeit von den bedeutenden Fonds, die urſpruͤnglich der roͤmi⸗ ſchen Kirche gehoͤrt hatten, bewilligt war, entzog. Er war auch eiferſuͤchtig auf die republikaniſche Gleichheit, als er die Kir⸗ che von Schottland durch dieſe neue Einfuͤhrung von Biſchoͤ⸗