Teil eines Werkes 
99. Band, Erzählungen eines Großvaters aus der schottischen Geschichte : 5. Theil (1828) Tales of a grandfather
Entstehung
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Anfalle, vielleicht aus Schrecken, ergriffen, waͤhrend er an der Leiter emporkletterte. Seine Krankheit machte es ihm unmoͤglich, hinauf oder hinabzuſteigen. Den Mann toͤdten wuͤrde ein grauſamer Ausweg gewefen ſeyn; zudem haͤtte ſein Fall von der Leiter die Beſatzung aufmerkſam machen muͤſſen. Crawford ließ ihn deßwegen an die Leiter binden; hierauf ſtie⸗ gen alle uͤbrigen herab, keyrten die Leiter um, und ſtiegen dann leicht uͤber den Bauch der fallſuͤchtigen Perſon empor. Als die Geſellſchaft den Gipfel erreichte, erſchlug ſie die Schildwache, ehe ſie Zeit hazte, Laͤrm zu machen, und uͤber⸗ rumpelte leicht die ſchlafende Beſatzung, die der Sicherheit ihrer Feſte zu ſehr vertraut hatte. Dieſe That Crawford's darf ſich mit jeder der Art, von der wir in der Geſchichte le⸗ ſen, meſſen.

Hamilton, der Erzbiſchof von St. Andreas, wurde in Dunbarton, wohin er ſich, da er von der Partei des Koͤnigs beſonders gehaßt wurde, gefluͤchtet hatte, gefangen genom⸗ men. Er befand ſich jetzt in ihren Haͤnden, und da ſie ihn fruͤher fuͤr einen Verraͤther erklaͤrt hatten, ſo toͤdteten ſie ihn als ſolchen ohne Bedenklichkeit.

Dieſe grauſame That fuͤhrte zu andern Gewaltthaͤtigkei⸗ ten, die aus Rachſucht begangen wurden, und ihrerſeits neues Blutvergießen verurſachten. Alle natuͤrlichen Bande wurden bei der Unterſcheidung von Koͤnigsmaͤnnern(Kingsmen) und Koͤniginmaͤnnern(Oueensmen) vergeſſen; und da keine Par⸗ tei der andern Gnade wiederfahren ließ, ſo nahmen die buͤr⸗ gerlichen Kriege eine hoͤchſt furchtbare Geſtalt an. Vaͤter, Soͤhne und Bruͤder fochten gegeneinander. Sogar die Kin⸗ der der Staͤdte und Doͤrfer bildeten Banden fuͤr Koͤnig Ja⸗ kob oder die Koͤnigin Maria, und fochten hartnaͤckig mit Steinen, Stoͤcken und Meſſern.