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Koͤnigin beſetzt halte, ermuthigte die Anhaͤnger der Maria nicht wenig. Zu gleicher Zeit wurde ſie einer Feſtung, die kaum minder wichtig war, durch den Verluſt von Dunbarton Caſtle, auf folgende auſſerordentliche Art beraubt. Dunbar⸗ ton iſt einer der feſteſten Plaͤtze in der Welt. Er lieat auf einem Felſen, der faſt in ſenkrechter Richtung von einer Ebe⸗ ne bis zu der Hoͤhe von mehreren hundert Fuß emporſteigt. Auf dem Gipfel dieſes Felſens liegen die Gebaͤude, und da von unten bloß ein einziger, ſtark bewachter und befeſtigter Zugang auf Sufen zu der Feſtung fuͤhrt, kann das Fort faſt fuͤr uneinnehmbar gehalten werden. Ein gewißer Kapitain, Crawford von Jordanhill, beſchloß jedoch, einen Verſuch ge⸗ gen die furchtbare Feſtung zu machen.
Er benützte eine neblige und mondloſe Nacht, um an
den Fuß des Schloßfelſens die Sturmleitern, mit denen er ſich verſehen hatte, zu bringen. Er waͤhlte zu dieſem ſchreck⸗ lichen Verſuche den Ort, wo der Felſen am hoͤchſten, und folglich am wenigſten regelmaͤßig bewacht war. Dieſe Wahl war gluͤcklich; denn die erſte Leiter brach durch das Gewicht
der Leute, welche emporzuſteigen verſuchten, und das Geraͤuſch des Falls haͤtte ſie verrathen muͤſſen, wenn irgend eine
Schildwache, die ſie haͤtte hoͤren koͤnnen, oben ausgeſtellt ge⸗ weſen waͤre. Unterſtuͤtzt von einem Soldaten, der aus der Feſtung entflohen war, und ihm als Fuͤhrer diente, kletterte Crawford zunaͤchſt empor, und ſuchte die zweite Leiter an die Wurzeln eines Baumes zu befeſtigen, der ungefaͤhr in der Mitte des Felſens ſtand. Hier fanden ſie eine ebene Flaͤche, welche der ganzen Geſellſ aft; die folglich ſehr klein war, Raum gewaͤhrte. Bei der Erſteigung der zweiten Hoͤhe, er⸗ eignete ſich ein anderer Vorfall. Einer von der Geſellſchaft, der mit der Fallſucht behaftet war, wurde von einem ſolchen


