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„Anhaͤngern erwartet hatten. In der Nacht, nachdem es er⸗ folgt war, ſielen Scott von Bucleuch und Ker von Fairny⸗ herſt in England ein, und verheerten die Graͤnze mit mehr, ais ihrer gewoͤhnlichen Haͤrte. Als einer von denen, welche unter dieſem Einfalle zu leiden hatten, einwendete, der Re⸗ gent werde eine ſolche ungeſetzliche Gewaltthat beſtrafen, er⸗ wiederte der Graͤnzbewohner veraͤchtlich, der Regent ſey ſo kalt, als ſein Sattelzeug. Dieß bewies, daß ihre Anfuͤhrer um Bothwellhaugh's Vorhaben gewußt hatten, und es zu be⸗ nuͤtzen wuͤnſchten, um einen Anlaß zum Kriege zwiſchen den beiden Läͤndern zu geben. Allein die Koͤnigin Eliſabeth be⸗ gnuͤgte ſich damit, ein kleines Heer nach der Graͤnze zu ſchi⸗ cken, um die Schloͤſſer der beiden Staͤmme, welche den feind⸗ lichen Einfall unternommen hatten, niederzubrennen, und ih⸗ re Laͤndereien zu verheeren; ein Befehl, den die Soldaten mit großer Strenge an den Staͤmmen Scott und Ker voll⸗ zogen, ohne jedoch diejenigen, uͤber welche ſich ihre Gebiete⸗ rin nicht zu beklagen hatte, zu beeintraͤchtigen.
Nach Murray's Tod wurde Lennox zum Regenten er⸗ waͤhlt. Er war der Vater des ermordeten Darnley, zeigte aber keinen gar großen Rachedurſt. Er ſuchte eine Vereini⸗ gung der Parteien, zum Behufe eines innern Friedens, zu Stande zu bringen. Allein die Gemuͤther waren auf beiden Seiten zu ſehr erbittert. Die Partei der Koͤnigin wurde durch Maitland von Lethington und Kirkaldy von Grange verſtaͤrkt, die ſich dieſer Partei anſchloſſen, nachdem ſie lange der Stolz der Gartei des Koͤnigs geweſen waren. Lethington haben wir oft als einen der talentoollſten Maͤnner in Schott⸗ land genannt, und Kirkaldy war ſicherlich einer der tapfer⸗ ſten. Er war zudem Gouverneur der Burg von Edinburgh, und ſeine Erklaͤrung, daß er dieſen wichtigen Platz fuͤr die


