26. wurde ſein Pferd durch die Menge der Zuſchauer etwas an⸗ gehalten, was Bothwellhaugh Zeit gab, mit Beſannenheit zu zielen. Er feuerte den Karabiner ab, und der Rozent ſiel, toͤdtlich verwundet. Die Kugel fuhr ihm durch den Leib, und toͤdtete noch das Pferd eines Edelmanns, der auf ſeiner rech⸗ ten Seite ritt. Seine Begleiter ſtuͤrzten wuͤthend nach der Thuͤre des Hauſes, von welchem der Schuß auszegangen war; allein Bothwellhaugh hatte ſo ſichere Vorſichtsmaßregeln ge⸗ troffen, daß ſie nicht eher in das Haus einzudringen vermoch⸗ ten, als bis er ſein gutes Roß beſtiegen hatte, und durch die Gartenthuͤre entwichen war. Er wurde nichts deſtoweniger ſo hitzig verfolgt, daß er faſt erreicht worden waͤre; als aber Peitſche und Sporen nichts mehr fruchteten, ſtachelte er ſein Pferd mit ſeinem Dolche, und zwang es, einen verzweifelten Sprung uͤber einen Graben zu thun, uͤber den ſeine Verfol⸗ ger nicht ſetzen konnten. Auf dieſe Art entkam er.
Der Regent ſtarb in der folgenden Nacht, einen Charak⸗ ter hinterlaſſend, der vielleicht von einer Klaſſe von Schrift⸗ ſtellern zu hoch erhoben, und von einer andern zu weit her⸗ abgewuͤrdigt worden iſt, je nachdem ſein Betragen gegen ſeine Schweſter gebilligt oder verdammt wurde. 5
Der Moͤrder entkam nach Frankreich. In den Buͤrger⸗ kriegen dieſes Landes machte man einen Verſuch, ihn, als einen bekannten Wagehals, zur Ermordung des Admirals Coligui. zu bewegen; allein er wies das Anerbieten als eine toͤdtliche Beſchimpfung zurück. Er habe, ſagte er, in Schott⸗ land einen Mann getoͤdtet, der ihm eine toͤdtliche Beleidigung zugefuͤgt habe; allein die ganze Welt koͤnne ihn nicht bewe⸗ gen, einen Verſuch gegen das Leben eines Mannes, der ihm nie ein Leid zugefuͤgt habe, zu unternehmen.
Murray's Tod war ein Ereigniß, das viele von Maria's


