Teil eines Werkes 
99. Band, Erzählungen eines Großvaters aus der schottischen Geschichte : 5. Theil (1828) Tales of a grandfather
Entstehung
Einzelbild herunterladen

8 2

12 ð 2 n2 N u A dA

21

tingdon, nebſt Cumberland und Weſtmoreland, zuruͤckgiebt, ſo wollen wir fuͤr dieſes Gebiet dieſelben Huldigungen dar⸗ bringen, wie die alten Souveraͤne Schottlands, die ſich deſ⸗ ſelben erfreuten. Was die Krone und das Koͤnigreich Schott⸗ land betrifft, ſo ſind ſie freier als England, das Rom un⸗ laͤngſt den Peterspfennig entrichtete.

Als dieſe Frage beſeitigt war, wurde zur Verhandlung des eigentlichen Gegenſtands der Commiſſion geſchritten. Nicht ohne Zoͤgern wurde Murray vermocht, ſeine Anklage in deutlichen und beſtimmten Ausdruͤcken vorzubringen, und noch weit ſchwieriger war es, von ihm irgend einen Beweis der Maria durch jene Anklage zur Laſt gelegten ehelichen Un⸗ treue und Cheilnahme an der Ermordung ihres Gemahls zu erhalten. Es iſt wahr, die Koͤnigin hatte ſich unvorſichtig und unklug betragen, allein daraus konnte nicht gefolgert werden, daß ſie des ſchrecklichen Verbrechens, deſſen ſie be⸗ zuͤchtigt wurde, ſchuldig war. Es fehlte an Beweiſen und endlich wurde eine Schachtel mit Briefen und Papieren vor⸗ gebracht, die, ſagte man, von einem Diener Bothwell's, mit Namen Dalgleiſch, herruͤhrte. Dieſe Briefe, wenn ſie aͤcht waren, bewieſen, daß Maria Bothwell's Geliebte war, ſo lange Darnley noch lebte, und daß ſie um die Ermordung dieſes unglüͤcklichen jungen Mannes wußte und ſie billigte. Allein die Bevollmaͤchtigten der Koͤnigin erklaͤrten dieſe Brie⸗ fe für falſch, und in der Abſicht erſonnen, ihre Gebieterin zu verlaͤumden. Es iſt merkwürdig, daß Dalgleiſch verdammt und hingerichtet wurde, ohne daß man nur eine einzige Fra⸗ ge in Betreff dieſer Briefe an ihn richtete, waͤre dieß auch nur geſchehen, um zu beweiſen, daß ſie bei ihm gefunden worden waren. Lord Herries und der Biſchof von Roß be⸗ gnuͤgten ſich nicht damit, die Koͤnigin zu vertheidigen, ſie