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Am folgenden Sonnabend ſtand ſie an der Spitze eines maͤch⸗
tigen Bundes, durch den neun Grafen, neun Biſchoͤfe, acht⸗ zehn Lords und viele Vornehme von hohem Range ſich ver⸗
pflichtet hatten, ihre Perſon zu vertheidigen, und ſie wieder
in den Beſitz ihrer verlornen Gewalt zu ſetzen. Allein dieſer Gluͤcksſchimmer erloſch ſchnell wieder.
Die Koͤnigin hatte die Abſicht, ihre Perſon in dem Schloſ⸗ ſe Dunbarton in Sicherheit zu bringen, und ihr Heer, unter
dem Grafen von Argyle, beſchloß, ſie in einer Art von
Triumph dahin zu geleiten. Der Regent lag in Glasgow mit einer weit geringern Streitmacht; allein, von gerechtem Vertrauen auf ſeine Kriegskunſt, ſo wie auf die Talente Morton's und die Tapferkeit Kirkaldy's und anderer erfahre⸗ ner Krieger erfuͤllt, beſchloß er, die Lords der Koͤnigin auf ihrem beabſichtigten Marſche anzugreifen, und ihnen eine Schlacht zu liefern.
Den 13ten May beſetzte Murray das Dorf Langſide, das auf der Marſchlinie des Heers der Koͤnigin lag. Die Ha⸗ miltonen, und andere Edelleute bei Maria's Truppen, ſtuͤrz⸗ ten mit unüberlegter Tapferkeit vorwaͤrts, um Murray's Truppen zu verjagen. Sie fochten jedoch mit Hartnaͤckigkeit nach ſchottiſcher Sitte; d. h. Stirne gegen Stirne aufeinan⸗ der eindringend, befeſtigte jeder ſeinen Speer in dem Schilde ſeines Gegners, und ſuchte ihn niederzuwerfen, wie zwei Stiere, wenn ſie einander im Kampfe begegnen. Morton entſchied die Schlacht daburch, daß er die Flanke der Hamil⸗ tonen angriff, waͤhrend ihre Kolonne in der Fronte in einen harten Kampf verwickelt war. Dieſe Maßregel war entſchei⸗ dend, und das Heer der Koͤnigin wurde voͤllig zerſtreut. Die Koͤnigin Maria war Zeuge dieſer letzten und unheilvollen
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