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habe, und Maria ganz unſchuldig an dieſem Verbrechen ſey. Allein die Erklaͤrung eines ſo ruchloſen Mannes kann durch⸗ aus nicht als zuverlaͤßig betrachtet werden.
Inzwiſchen aͤrndete Maria die Fruͤchte der Ruchloſigkeit Bothwells und ihrer eigenen thoͤrichten Zuneigung zu ihm. Sie, wurde in einen duͤſtern und unbequemen Thurm, auf einer kleinen Inſel, eingeſperrt, wo kaum Raum genug war, um dreißig Schritte weit zu gehen. Nicht einmal die Fuͤr⸗ ſprache der Koͤnigin Eliſabeth, die fuͤr den Augenblick durch den gluͤcklichen Aufſtand von Unterthanen gegen ihre Fuͤrſtin in Beſtuͤrzung gerathen zu ſeyn ſcheint, konnte irgend eine Milderung ihrer Gefangenſchaft bewirken. Es wurde der Vorſchlag gemacht, gegen ſie als gegen eine Mitſchuldige an der Ermordung Darnley's zu verfahren, und ihr das Leben unter dieſem Vorwande zu nehmen. Allein die Lords des geheimen Raths entſchloſſen ſich zu einem milderen Verfah⸗ ren. Sie zwangen Maria, ihre Krone ihrem Sohne, der damals noch ein Kind war, zu uͤbergeben, und den Grafen von Murray zum Regenten waͤhrend der Minderjaͤhrigkeit des Kindes zu machen. Zu dieſem Ende wurden Urkunden abge⸗ faßt, und der Koͤnigin nach der Feſtung Lochleven zur Unter⸗ ſchrift uͤberſchickt. Lord Lindſay, der roheſte, bigotteſte und wildeſte unter den Verbuͤndeten Lords, wurde abgeſchickt, um Maria zu nothigen, ſich den Befehlen des Raths zu fuͤgen. Er betrug ſich mit einer Frechheit, die man vielleicht erwar⸗ tei hatte, und handelte ſo unmaͤnnlich, daß er den Arm der armen Koͤnigin mit ſeinem eiſernen Handſchuhe kneipte, um ſie zu noͤthigen, die Urkunden zu unterſchreiben.
Wenn Maria, in ihrer ungluͤcklichen Lage, von irgend Jemand Liebe und Wohl«ollen erwarten konnte, ſo war es ſicherlich von ihrem Bruder Murray. Sie mag ſtrafbar ge⸗


