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gen, den 16ten Junius 1567, unter der Bedeckung einer ſtar⸗ ken bewaffneten Macht, nach dem Schloſſe Lochleven ge⸗ bracht, das auf einer kleinen Inſel liegt, die ein See glei⸗ chen Namens umgiebt. Hier blieb ſie als Gefangene.
Die aufrühreriſchen Lords vereinigten ſich jetzt zu einem geheimen Rathe, um die Angelegenheiten des Landes zu lei⸗ ten. Ihre erſte Aufmerkſamkeit war darauf gerichtet, ſich der Perſon Bothwell's zu verſichern, obſchon vielleicht unter ih⸗ nen ſelbſt manche geweſen ſeyn moͤgen, z. B. Morton und Maitland, die mit ihm an Darnley's Ermordung Theil ge⸗ nommen hatten, und die deßwegen nicht wuͤnſchen konnten, daß er vor ein oͤffentliches Gericht geſtellt wuͤrde. Allein man mußte wenigſtens den Schein annehmen, als verfolge man ihn im Ernſte, und viele wünſchten aufrichtig, er moͤchte ge⸗ fangen werden.
Kirkaldy von Grange folgte Bothwell mit zwei Schiffen, und haͤtte ihn faſt in dem Hafen von Berwick erhaſcht, da der Fluͤchtling an einem Ausgange der Bucht entwiſchte, waͤhrend Grange an dem andern in dieſelbe einfuhr. Both⸗ well waͤre vielleicht dennoch ergriffen worden, wenn nicht Grange's Schiff an einem Felſen geſcheitert waͤre, wobei je⸗ doch die Mannſchaft gerettet wurde. Bothwell wurde blos für ein trauriges Schickſal aufgeſpart. Er legte ſich in der Nordſee auf die Seeraͤuberei, um ſich und ſeine Schiffs⸗ mannſchaft zu erhalten. Er wurde daher von einigen daͤni⸗ ſchen Kriegsſchiffen angegriffen, und gefangen genommen. Die Daͤnen warfen ihn in die Gefaͤngniſſe des Schloſſes Mal⸗ may, wo er in der Gefangenſchaft, um das Ende des Jah⸗ res 1576, ſtarb. Dieſer ſchreckliche Verbrecher ſoll bei ſei⸗ nem Tode das Bekenntniß abgelegt haben, daß er Darnley's Ermordung, mit Huͤlfe Murray's und Morton's vollfüͤhrt


