Teil eines Werkes 
98. Band, Erzählungen eines Großvaters aus der schottischen Geschichte : 4. Theil (1828) Tales of a grandfather
Entstehung
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3.

den früßen Reformatören die leichteſte Art, ihren Eifer ge⸗ gen den Aberglauben des Papſtthums an den Tag zu legen. Es lag ein Grad von Schlauheit in der Niederreiſſung der Abteien und Klöſter, mit den Zellen und Wohnungen zur Beguemlichkeit der Moͤnche.Reißt die Neſter nieder, ſag⸗ te John Knox,und die Kraͤhen werden davon fliegen. Al⸗

lein dieſe Maxime bezog ſich nicht auf die Gebaͤude, die zur

oͤffentlichen Gottesverehrung gebraucht wurden. In Bezie⸗ hung auf dieſe wenigſtens, wuͤrde es beſſer geweſen ſeyn, wenn man das Beiſpiel der Burger von Glasgow befolgt haͤtte, die mit den Waffen in der Hand auszogen, als die Menge im Begriff war, die Hochkirche dieſer Stadt zu zer⸗ ſtoͤren, und waͤhrend ſie mit den Eifrigeren uͤber die Entfer⸗ nung aller Sinnbilder papiſtiſcher Verehrung einig waren, darauf beharrten, daß das Gebaͤude ſelbſt unverletzt bleiben, und zum Gebrauche einer proteſtantiſchen Kirche angewendet werden ſolle. 3

Obgleich jedoch im Ganzen viele herrliche Gebaͤude in Schottland, in der erſten Wuth der Reformation, zerſtoͤrt wurden, ſo iſt es doch beſſer, daß das Land dieſer Zierden entbehrt, als daß ſie mit Beibehaltung der verdorbenen und aberglaͤubiſchen Lehren, die man in ihnen gelehrt hatte, un⸗ verſehrt erhalten worden waͤren.

Die Zerſtoͤrung der Kirchen und heiligen Gebaͤude ver⸗ groͤßerte das Mißvergnuͤgen der Koͤnigin Regentin gegen die Loroͤs der Congregation, und endlich rückten belde Theile ins Feld. Die proteſtantiſchen Adeligen ſtanden an der Spi⸗ tze ihrer zahlreichen Anhaͤnger; die Koͤnigin verließ ſich haupt⸗ ſaͤchlich auf ein kleines, aber auserleſenes Corps franzoͤſiſcher Truppen. Der Krieg wurde ſehr lau gefuͤhrt, denn die Sei⸗ te der Proteſtanten wurde taͤglich ſiaͤrker. Der Herzog von