Teil eines Werkes 
98. Band, Erzählungen eines Großvaters aus der schottischen Geschichte : 4. Theil (1828) Tales of a grandfather
Entstehung
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71 Achtung und ſelbſt Liebe für eine Fürſtin zu haben, die mit Recht als die Beſchützerin der proteſtantiſchen Sache in gandz Europa betrachtet wurde.

Als daher dieſe Veraͤnderungen in England erfolgten⸗ ſieng die Koͤnigin Regentin, auf Antrieb ihrer Bruͤder aus dem Hauſe Guiſe, noch einmal an, die Proteſtanten in Schott⸗ land zu verfolgen, waͤhrend die Haͤupter der letztern ſich um Schutz, Rath und Beiſtand nach Eliſabeth umſahen, die al⸗ les dieß einer Geſellſchaft zu gewaͤhren bereit war, deren Sa⸗ che auf demſelben Grunde, wie ihre eigene, beruhte. Waͤh⸗

rend daher Frankreich Miene machte, das Koͤnigreich Eng⸗

land in Marig's Namen in Anſpruch zu nehmen, und bei den engliſchen Katholiken Hülfe ſuchte, vergröͤßerte Eliſabeth noch weit wirkſamer die innern Unruhen Schottlands, durch den Schutz, den ſie der Sache der Proteſtanten dieſes Landes angedeihen ließ. 8

Dieſe ſchottiſchen Proteſtanten beſtanden nicht mehr bloß aus gelehrten und nachdenkenden Maͤnnern, die ſich durch ih⸗ re ſpekulativen Nachforſchungen bewogen fanden,⸗ beſondere Meinungen in religioͤſen Sachen anzunehmen, und die nach Belieben vor die geiſtlichen Gerichtshoͤfe geſchleppt, mit Geld⸗ bußen belegt, eingekerkert, gepluͤndert, verbannt, oder ver⸗ brannt werden konnten. Die reformirte Sache war jetzt von vielen des hohen Adels angenommen worden, und da ſie ſo⸗ wohl die Sache der Vernunftreligion als der geſetzmaͤßigen Freiheit war, ſo wurde ſie allgemein von denen angenommen⸗

die ſich durch Weisheit und Gemeingeiſt am meiſten aus⸗ zeichneten. 4 3

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Unter denen, welche zum proteſtantiſchen Glauben uͤber⸗ gegangen waren, befand ſich ein natuͤrlicher Sohn des ver⸗ ſtorbenen Jakob V., der, da er für die Kirche beſtimmt war,