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und zu einer zu großen Nachſicht geneigt. Es muß hinzuge⸗ fuͤgt werden, daß er, wenn er gereizt wurde, unverſoͤhnlich war bis zur Grauſamkeit, was ſich jedoch einigermaßen ent⸗ ſchuldigen laͤßt, wenn man die Wildheit der Unterthanen, uͤber welche er herrſchte, in Erwaͤgung zieht. Aber im Gan⸗ zen genommen, war Jacob ein liebenswuͤrdiger Mann und ein guter Fuͤrſt.
Seine erſte Sorge war, die Graͤnzen Schottlands eini⸗ ger Ordnung zu unterwerfen. Dieſe wurden, wie ſchon fruͤ⸗ her geſagt worden iſt, von Menſchenſtaͤmmen bewohnt, von denen jeder einen beſondern Clan, wie man ſie nannte, bil⸗ dete, und die keinen andern Befehlen gehorchten, als denen, welche ihnen von ihren Haͤuptlingen ertheilt wurden. Dieſe Haͤuptlinge repraͤſentirten, wie man annahm, den erſten Gruͤnder des Namens oder der Familie. Die Anhaͤnglichkeit des Clan an den Haͤuptling war ſehr groß: in der That er achtete ſonſt Niemand. Hierin glichen die Graͤnzbewohner den Hochlaͤndern, ſo wie auch in ihrer Raubſucht und ihrer Gleichguͤltigkeit gegen die allgemeinen Geſetze des Landes. Al⸗ lein die Graͤnzbewohner trugen keinen Plaid und dienten faſt immer zu Pferd, wogegen die Hochlaͤnder ſtets zu Fuß agir⸗ ten. Du wirſt dich auch erinnern, daß ſie die ſchottiſche Sprache, und nicht die unter den Bergbewohnern gebraͤuchli⸗ che gaͤliſche Mundart redeten.
Die Lage dieſer Clans an den Graͤnzen ſetzte ſie einem beſtaͤndigen Kriege aus, ſo daß alle ihre Gedanken darauf ge⸗ richtet waren, Banden ihrer Anhaͤnger zu verſammeln, und Einfaͤlle, ohne großen Unterſchied, in das Gebiet der Eng⸗ laͤnder oder der Schotten der Ebene oder der Clans unter⸗ einander zu machen. Sie nahmen wenig Ruͤckſicht auf Waf⸗
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