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Edithe langsam aus der Ohnmacht erholt, in die jene unerwartete Nachricht sie versenkt. «Wäre er unglücklich gewesen,“ sagte sie, ich hätte ihn nimmermehr aufgegeben! Ich that es nie, selbst als es Gefahr und Verdrufs brachte, seine Sache zu führen. Wenn er gestorben wäre, würde ich um ihn klagen, wenn er treulos ge- worden wäre, würde ich ihm verziehen haben; aber ein Empörer gegen seinen König— ein Verräther an seinem Vaterlande— der Spiefs- geselle und Bruder von Meuchelmördern und gemeinen Banditen— der Verfolger von allem Edeln— der erklärte, gotteslästerliche Freund von allem Heiligen— ich will ihn aus meinem Herzen reissen, und sollte mein Herzblut aus der Wunde ausströmen!“ Sie trocknete ihre Augen und erhob sich hastig von dem groſsen Armstuhl(oder Thron, wie ihre Crofsmutter zu sagen pflegte), während das er- schrockne Mädchen schnell zufuhr, die Kissen aufzuschütteln, und jede Spur zu vertilgen, daſs
jemand den geheiligten Sitz eingenommen hatte;
obwohl König Karl selbst, in Erwägung der Jugend und Schönheit, so wie der Betrübnifs der augenblicklichen Usurpatorin seines heiligen Stuhls, es wahrscheinlich mit dieser Entweihung nicht genau genommen haben würde. Darauf beeilte sie sich, dem Fräulein dienstfertig ihre Hülfe aufzudringen, als dies langsam, und wie


