. 37 es schien, ganz in Gedanken versunken, durch das Zimmer schritt.
«Nehmt meinen Arm, liebes Fräulein," bat sie,«nehmt lieber meinen Arm! Das Leid will sich auslassen, und ohne Zweifel“——
Nie, Hannchen,“ unterbrach sie Edithe mit festem Tone;«Du hast gesehen, wie schwach ich bin, nun sollst Du auch meine Stärke sehen.*
«Aber Ihr lehntet Euch ja doch neulich an mich, liebes Fräulein, als Ihr so sehr beküm mert waret“——
Uebel angebrachte, verirrte Zuneigung kann Beystand nöthig baben, Hannchen, die Pflicht kann sich selber halten. Aber ich will nichts übereilt thun. Ich will die Cründe seines Be- tragens zu erfahren suchen— und dann, fort mit ihm, auf immer!“
Diese Worte sprach das Fräulein fest und ent- schlossen. Betroffen üiber ein Benehmen, dessen Ursachen sie weder begreifen, noch würdigen konnte, sagte Hannchen für sich: Wahrhaftig, wenn der erste Anfall vorüber ist, nimmt's Fräu- lein Edithe so leicht als ich, und noch viel leich- ter; denn gewiſs, ich habe mir nie so viel aus Luthbert Headrigg gemacht„ als sie aus dem jungen Milnwood- Uebrigens kann's auch gut seyn, einen Freund auf beyden Seiten zu haben; denn wenn die Whigs das Schlofs nehmen soll- ten, wie's leicht möglich ist, da wir so wenig zu


