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Zeichnungen und Büchern, am Ende doch Evan- dales Cemahlin werden würde.
Die Wiuke trafen so genau mit Mortons eignem Argwohn und seiner Befürchtung zusammen, daſs er alle eifersüchtigen Regungen empfand, die jeder fühlt, der aufrichtig liebt, denen aber die- jenigen am meisten hingegeben sind, deren Liebe der Billigung der Angehörigen ermangelt, oder denen ein neidisches Schicksal sonst ein Hinder- niſs in den Weg schiebt. Edithe selbst trug un- wissentlich in ihrer edelmüthigen Offenherzigkeit zu dem Irrthume bey, in den ihr Geliebter zu fallen in Gefahr war.
Ihr Gespräch kam einst auf einige, von Kriegs- leuten begangene, Kusschweifungen, deren An- führer, wie fälschlich behauptet ward, Lord Evandale gewesen seyn sollte. Edithe, so treu in der Freundschaft als in der Liebe, ward etwas verletzt durch den strengen Tadel, der Morton bey dieser Gelegenheit entfuhr, und der vielleicht in Rücksicht auf des Anführers Person nicht mil- der ausgesprochen wurde. Sie übernahm Lord Evandales Vertheidigung mit so groſser Lebhaf- tigkeit, dafs sich Morton bis ins Innerste des Herzens gekränkt fühlte, Hannchen Dennison aber, ihre gewhnliche Begleiterin auf ihren Spaziergängen, sich nicht wenig belustigte. Edithe bemerkte ihr Versehn, und bemühte sich, es wieder gut zu machen, aber der Eindruck ward


