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weit freygebiger, als es Morton möglich war zu seyn. Ueberdem war er ein Lord, und wenn Fräulein Edithe scine Hand annahm, ward sie eine Freyfrau, und was noch drüber ging, das kleine Hannchen, die jetzt von der furchtbaren Haushälterin in Tillietudlem nach Belieben an- gefahren ward, wurde dann Jungfer Dennison der gnädigen Frau erste Kammerfrau, oder viel- leicht gar der gnädigen Frau Kammerfräulein. Die Unpartheylichkeit Hannchen Dennison's ging daher nicht so weit, daſs sie, wie Frau Quick- ly*), hätte wünschen sollen, dafs doch die bey- den hübschen Bewerber ihr Fräulein heyrathen könnten; die Wagschale, auf welche sie die Wünsche Lord Evandales gelegt, sank im Gegen- theil ziemlich tief, und ihre Wünsche zu seiuen Qunsten äufserten sich oft auf eine ftir Morton sehr quälende Weise. Bald warnte sie ihn freund- schaftlich, bald schien sie die Sache als ausge- macht zu betrachten, und dann scherate sie wie- der muthwillig darüber. Immer hatte sie die Absicht, den Gedanken zu bestätigen, daſs sein Liebensverständnifs mit ihrer jungen Herrin über kurz oder lang ein Ende haben müsse, und daſs Edithe, trotz ihrer Sommerspaziergänge im grü⸗ nen Walde, trotz des Austausches von Versen,
*) Siehe die lustigen Weiber von Windsor.


