Teil eines Werkes 
34. Bändchen, Die Presbyterianer : dritte der Erzählungen meines Wirths : 1. Theil (1823) Tales of my landlord
Entstehung
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Stein, zum Andenken des würdigen Mannes er- richtet. Oldbuck glaubte die erloschenen Buch- staben der Inschrift deutlich lesen zu können, wiewohl Andere kaum etwas davon erkennen woll- ten. Sie lauteten folgendermafſsen:

Johann von Cirnell ruht allhier, F

Einst dieser Erde Ruhm und Zier.

Zu seiner Zeit legt' jede Henne Eyer,

Und viele Kindlein gab's in Hof und Scheuer;

Den Scheſfel theilt' er in fünf Viertel; Abt und Zünfte

Des Kirchspiels kriegten vier die Weiber stets das fünfte.*

Nicht wahr, das ist eine bescheidene Grab- schriftP» sagte Oldbuck. Wir lernen daraus, dafs unser ehrsamer Klostervogt aus einem Schef- fel, statt vier Viertel, fünf machen konnte, und das fünfſte den Weibern im Kirchspiel gab; die andern vier aber dem Abt und dem Capitel be- rechnete; dafs zu seiner Zeit die Hennen der Weiber immer Eyer legten, und das dank' ihnen der T 1, wenn sie ein Fünftel von des Abts Kornzinsen bekamen; und daſs es in ehrlicher Männer Hütten nie an Nachkommen ſchlte, ist ein Zusatz zu dem Wunder, den sie sowohl, als ich, fenhunenindei gefunden haben mögen. Aber lassen wir Johann von Girnell, und gehen weiter! Da sind wir auf dem gelben Sande, und

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