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Mr. Pleydell hatte die Geſellſchaft auf einige Zeit verlaſſen; zur Zeit ſeiner Weihnachtsferien kehrte er jedoch, ſeinem Verſprechen gemäß, zurück. Er kam in Ellangowan an, als Alle, bis auf den Oberſten, abweſend waren; dieſer war mit Plänen von Gebäuden und Gartenanlagen beſchäftigt, worin er vorzüglich geſchickt war und viel Vergnügen fand.
„Aha!“ ſagte der Advokat,„Sie ſind hier! Wo ſind die Da⸗ men! wo iſt die ſchöne Julie!“—
„Sie iſt ſpazieren gegangen mit dem jungen Hazlewood, Ber⸗ tram und Capitain Delaſerre, einem Freunde Bertram's, der jetzt bei uns wohnt. Sie ſind im Begriff den Plan zu einem Häuschen in Derncleugh zu machen. Nun, ſind Sie mit ihrer Rechtsſache gut zu Ende gekommen?“
„Ganz leicht,“ antwortete der Rechtsgelehrte;„er iſt vor den Gerichtsfrohnen als Erbe beſtätigt worden.“
„Gerichtsfrohne! wer ſind ſie?“
„Ei, eine Art gerichtlicher Saturnalien. Sie müſſen wiſſen, daß eines der Erforderniſſe, um ein Gerichtsfrohn oder Diener un⸗ ſers höchſten Gerichtshofes zu ſein, darin beſteht, daß ſie Leute ohne Kenntniſſe ſein müſſen.“
„Nun?“
„unſre ſchottiſche Geſetzgebung hat, wie ich des Scherzes we⸗ gen vermuthe, dieſe unwiſſenden Männer zu einem beſondern Ge⸗ richtshof vereinigt, um über Angelegenheiten zu entſcheiden, welche Verwandtſchaft und Herkunft betreffen, ſo wie dieſe Angelegenheit Bertram's, wobei oft ſehr verwickelte und feine Fragen zu beant⸗ worten ſind.“ 1
„Dieſe Einrichtung hat der Teufel gerathen; mir ſcheint das doch höchſt widerſinnig.“
„O, wir haben ein praktiſches Gegenmittel wider die theore⸗
tiſche Albernheit. Einige der Richter wohnen ſolchen Angelegen⸗
Guy Mannering. III. 14


