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Standhaftigkeit ermahnen; muß ihn überreden, der Sache ein an⸗ deres Anſehn zu geben.“
Indem ſein Geiſt über Pläne künftigen Betrugs ſann, um da⸗ mit frühere Schurkerei zu verhüllen, verging auf ſolche Weiſe die Zeit bis zum Abendeſſen. Mac⸗Guffog wartete bei dieſer Gelegen⸗ heit auf. Er war, wie wir wiſſen, der alte und vertraute Be⸗ kannte des Gefangenen, der jetzt unter ſeiner Obhut ſtand. Nach⸗ dem Gloſſin ihm ein Glas Branntwein gegeben und ſeine Geſin⸗ nung durch einige Worte geprüft hatte, legte er ihm die Bitte vor, zu einer Zuſammenkunft mit Dirk Hatteraick behilflich zu ſein. „unmöglich! durchaus unmöglich! es iſt gegen die ausdrücklichen Befehle Mac⸗Morlan's und der Hauptmann“(ſo heißt der Ober⸗ kerkermeiſter eines Landesgefängniſſes in Schottland,)„würd' es mir nimmer vergeben.“
„Aber woher ſollt' er es erfahren?“ ſagte Gloſſin, indem er ein Paar Guineen in Mac⸗Guffog's Hand gleiten ließ.
Der Schließer wog das Gold und blickte Gloſſin ſcharf an:— „Ja, ja, Mr. Gloſſin, ihr kennt die Wege dieſes Ortes nur zu gut.— Nun, zur Schließzeit will ich wieder kommen und euch zu ihm hinauf führen— aber ihr müßt die Nacht über bei ihm bleiben, denn ich muß dem Hauptmann die Schlüſſel für die Nacht auslie⸗ fern und kann euch erſt am Morgen wieder herauslaſſen— dann will ich die Gemächer eine halbe Stunde früher als gewöhnlich be⸗ ſuchen, und ihr könnt herausgehen und hübſch in eurem eignen Stübchen ſein, wenn der Hauptmann ſeine Runde macht.“
Als es vom benachbarten Kirchthurm zehn geſchlagen hatte, kam Mac⸗Guffog, mit einer kleinen trüben Laterne verſehn. Leiſe ſagte er zu Gloſſin:„Zieht eure Schuh aus und folgt mir.“—
Als Gloſſin aus der Thür getreten war, rief Mac⸗Guffog, als re⸗
dete er zu einem Gefangenen drinnen, noch laut:„Gute Nacht, Sir;“ darauf ſchloß er die Thür und zwar ſo geräuſchvoll als


