Teil eines Werkes 
7. Band (1851) Guy Mannering oder: Der Astrolog : ein Roman / von Walter Scott ; neu übersetzt von Oelckers
Entstehung
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lenden Stimmen.„Segen über ihn!— er iſt das wahre Ebenbild ſeines Vaters!“—

„Ach, daß ſeine arme Mutter, die aus Gram und Beſorgniß um ihn ſtarb, nicht dieſen Tag erlebt hat!“ riefen einige weibliche Stimmen. 4

„Aber wir wollen ihm zu dem Seinigen helfen,“ riefen an⸗ dere;„und ehe Gloſſin das Gut Ellangowan behauptet, wollen wir ihn mit unſern Nägeln herauskratzen!“

Andere drängten ſich um Dinmont, der nicht faul war, zu ſagen, was er von ſeinem Freunde wußte, und auch ſtolz auf die Ehre war, zu ſeiner Entdeckung beigetragen zu haben. Da er mehrere der anweſenden vornehmern Pächter kannte, ſo ſteigerte ſein vielgeltendes Zeugniß die allgemeine Begeiſterung bedeutend. Kurz, es war einer von den Augenblicken tiefer Rührung, wo der Froſt des ſchottiſchen Volks wie eine Schneedecke hinwegſchmilzt, daß dann die fluthenden Bäche Damm und Oeich durchbrechen.

Das plötzliche Jubelgeſchrei unterbrach die Gebete des Geiſt⸗ lichen; und Meg, die in einer krampfhaften Betäubung lag, wie ſie der Endſchaft vorauszugehen pflegt, fuhr plötzlich empor:— „Hört ihr's nicht?— hört ihr's nicht?— er wird anerkannt!— er wird anerkannt! das mußt' ich erleben.— Ich bin ein ſündiges Weib; aber wenn mein Fluch das Unheil brachte, ſo hat es mein Segen gehoben! Und ich möchte nun wohl gern noch mehr geſagt haben. Aber es kann nicht ſein. Halt“— fuhr ſie fort, ihr Haupt nach dem Lichtſchimmer richtend, welcher durch den ſchmalen Spalt brach, der als Fenſter diente,„iſt er nicht dort!— Geht aus dem Lichte, und laßt mich ihn noch einmal ſehen. Aber es ruht nun Finſterniß auf meinen Augen,“ ſagte ſie, zurückſinkend, nachdem ſie ſtarr in den leeren Raum geblickt hatte—„'siſt nun vorbei,

Hauch muß fliehn, Tod erſchien!“