Teil eines Werkes 
7. Band (1851) Guy Mannering oder: Der Astrolog : ein Roman / von Walter Scott ; neu übersetzt von Oelckers
Entstehung
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teraick,)„wird bald ein zweiter ſein, und noch einige werden folgen.“

Der Geiſtliche bemerkte jetzt, wie Schade es ſei, daß dieſe Ausſage nicht gehörig aufgezeichnet und niedergeſchrieben worden wäre, und der Wundarzt hielt es für dringend nothwendig, end⸗ lich die Wunde zu unterſuchen, ſtatt die Frau durch Fragen zu er⸗ ſchöpfen. Als ſie ſah, daß man Hatteraick entfernte, um das Ge⸗ mach dem Wundarzt ungeſtört zu ſeinen Operationen zu überlaſſen, rief ſie laut, indem ſie ſich zugleich ſelbſt auf dem Lager emporrich⸗ tete:„Dirk Hatteraick, wagt ihr, mit meinem Blut an euren Händen, ein Wort von dem zu läugnen, was mein entfliehender Athem kund gab!“— Er blickte ſie mit dem Ausdrucke roher, boshafter Verſtocktheit an, bewegte ſeine Lippen, ſprach aber kein Wort.„So lebt wohl!“ ſagte ſie,„und Gott vergeb' euch,— eure Hand hat meine Ausſage beſiegelt.— Als ich unter den Men⸗ ſchen lebte, war ich die wahnſinnige Zigeunerin, die gepeitſcht, verbannt und gebrandmarkt wurde— die von Thür zu Thür bet⸗ telte, und wie ein räudiger Hund von Dorf zu Dorf gejagt wurde — wer würde da ihre Erzählung beachtet haben?— aber jetzt bin ich ein ſterbendes Weib, und meine Worte werden nicht auf die Erde fallen, die bald mein Blut bedecken wird!“

Hier ſchwieg ſie, und alle verließen das Gemach, mit Aus⸗ nahme des Wundarztes und einiger Weiber. Nach kurzer Prüfung ſchüttelte er den Kopf und überließ ſeine Stelle neben der Sterben⸗ den dem Geiſtlichen.

Ein Wagen, welcher leer nach Kippletringan zurückkehrte, war auf der Straße von einem Gerichtsbeamten angehalten wor⸗ den, damit man Hatteraick darin zum Gefängniß bringen könnte. Als der Kutſcher vernahm, was zu Oerncleugh vorging, überließ er ſeine Pferde der Aufſicht eines müßigen Knaben, da er mehr Ver⸗ trauen in die Jahre und das gute Benehmen der Pferde ſetzte, als