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haben; ich werd' es nicht hindenn.— Aber wo iſt Henry Ber⸗ tram?“— Die Umſtehenden, denen dieſer Name lange fremd ge⸗ weſen war, ſtarrten einander an.„Ja!“ ſagte ſie, mit ſtärkerer und rauherer Stimme,„ich ſagte, Henry Bertram von El⸗ langowan. Tretet aus dem Lichte, und laßt mich ihn ſehen.“
Alle Augen richteten ſich auf Bertram, der ſich dem elenden Lager näherte. Die verwundete Frau nahm ihn bei der Hand. „Seht ihn an,“ ſagte ſie,„wer von euch je ſeinen Vater oder ſeinen Großvater ſah, und bezeugt, daß er ihr lebendiges Ebenbild iſt.“ Ein Gemurmel lief durch die Menge— die Aehnlichkeit war zu überraſchend, als daß ſie geläugnet werden konnte.„Und nun hört mich— und laßt jenen Mann,“(ſie deutete auf Hatteraick, der in einiger Entfernung zwiſchen ſeinen Wächtern ſaß,)„laßt ihn abläugnen, was ich ſage, wenn er's kann. Das iſt Henry Bertram, Sohn des Godfrey Bertram, einſt Herr von Ellangowan; dieſer junge Mann iſt daſſelbe Kind, welches Dirk Hatteraick von
der Warrochſpitze an dem Tage entführte, wo er den Zöllner mor⸗
dete. Ich war dort gleich einem irren Geiſte— denn mich ver⸗ langte, den Wald zu ſehn, ehe wir die Gegend verließen. Ich ret⸗
tete des Knaben Leben, und ich bat inſtändig, daß ſie ihn mir über⸗ laſſen möchten. Aber ſie trugen ihn hinweg und er iſt lange Zeit:
über'm Meer geweſen; und nun kommt er, ſein Erbe zu nehmen, und was ſollt' ihm widerſtehen!— Ich ſchwur, das Geheimniß zu bewahren, bis er ein und zwanzig Jahr alt ſei— ich wußte, daß
ihn dreimal ſein Schickſal treffen mußte, bis dieſer Tag kam— ich hielt den Schwur, den ich ihnen leiſtete— aber mir ſelbſt that ich
ein zweites Gelübde, daß ich ihn, wenn ich den Tag ſeiner Rück⸗ kehr erlebte, in ſeiges Vaters Erbe einſetzen wollte, ſollt' auch jeder
Schritt über einen Todten gehn. Ich hab’ auch dieſen Eid gehalk⸗
ten, ich ſelbſt werde ein Schritt ſein— hier“(ſie zeigt auf Hat⸗ 125*


