lichen Einfluß zu berechnen; endlich veranlaßte ihn das Reſultat ſeiner Beobachtungen, den Vater zu rufen und dieſen aufs Feier⸗ lichſte zu beſchwören, er möchte durch die Hilfeleiſtenden die Ge⸗ burt, wenn es irgend möglich, verzögern laſſen und wär' es auch nur um fünf Minuten. Die Antwort erklärte dies für unmöglich, und faſt im nämlichen Augenblicke, als dies berichtet ward, wurde auch der Vater und ſein Gaſt mit der Geburt eines Knaben bekannt gemacht.
Der Aſtrolog fand ſich am Morgen bei der Geſellſchaft ein, die zum Frühſtück beiſammen war, und ſeine Blicke waren ſo ernſt und unheilverkündend, daß ſie die Furcht des Vaters rege machten, welcher bisher höchſt erfreut darüber geweſen war, einen Erben für ſein altes Stammgut zu haben, welches außerdem auf einen Neben⸗ zweig der Familie übergehen mußte. Eilig zog er den Fremden in ein Nebenzimmer.
„Ihre Blicke laſſen mich fürchten,“ ſagte der Vater,„daß Sie ſchlimme Zeitung in Bezug auf meinen kleinen Ankömmling zu berichten haben; vielleicht will Gott ſein Geſchenk wieder zurückfor⸗ dern, ehe der Knabe zum Manne gereift iſt, oder vielleicht iſt in des Schickſals Rathe beſchloſſen, daß er der Zärtlichkeit unwerth ſein ſoll, die wir natürlich unſerm jungen Sprößling widmen werden.“
„Weder das Eine, noch das Andre,“ antwortete der Fremde; „trügt mich nicht mein Urtheil ſehr, ſo wird das Kind die Jahre der unmündigkeit überleben, und an Charakter und Gemüth ſich ſo erweiſen, wie es ſeine Eltern nur wünſchen können. Aber bei all den glücklichen Verheißungen, die ſein Horoskop gibt, iſt doch ein ſchlimmer Einfluß ſtark vorwaltend, welcher ihn einer unver⸗ hofften und unglücklichen Prüfung zu unterwerfen droht, und zwar zu der Zeit, wo er das ein und zwanzigſte Jahr ſeines Alters erreicht; dieſe Periode wird, wie die Conſtellationen verkündigen,
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