fand er den Weg nach einem Landſitze, wo man ihn mit all der Gaſtfreundlichkeit jener Zeit und Gegend bereitwillig aufnahm. Der Beſitzer des Hauſes, ein wohlhabender Gentleman, ward durch das achtunggebietende Aeußere ſeines Gaſtes in Verlegenheit geſetzt — 5 und entſchuldigte bei demſelben einen Grad von Verwirrung, der ſeine Aufnahme leider begleiten mußte und nicht beſeitigt werden konnte. Die Frau vom Hauſe war, wie er ſagte, auf ihr Zimmer gebannt und im Begriff, ihren Gemahl zum erſtenmal zum Vater zu machen, obwohl ſie bereits ſeit zehn Jahren verheirathet waren. Dieſes Umſtands wegen, ſagte der Laird, fürchte er, ſein Gaſt werde ſich ſcheinbar vernachläſſigt finden.
„Keineswegs Sir,“ ſagte der Fremde;„meine wenigen Be⸗ dürfniſſe ſind leicht befriedigt, und ich glaube ſogar, die gegen⸗ wärtigen Umſtände werden mir Gelegenheit geben, Ihnen meine Dankbarkeit für Ihre Gaſtfreundſchaft zu bezeigen. Erlauben
Sie mir nur die Bitte, daß mir genau die Minute der Geburt ge⸗ nannt werde; dann hoffe ich im Stande zu ſein, Sie von einigen 8 beſondern Umſtänden in Kenntniß zu ſetzen, welche in hohem Grade auf das künftige Schickſal des Kindes Einfluß haben dürften, wel⸗ 8 ches jetzt in dieſe geſchäftige und wechſelvolle Welt kommen ſoll. Ich will Ihnen nicht verbergen, daß ich die Bewegungen jener Himmelskörper zu deuten verſtehe, die auf das Geſchick der Sterb⸗ lichen ihren Einfluß üben. Es iſt dies eine Wiſſenſchaft, die ich nicht, gleich andern, die ſich Aſtrologen nennen, des Lohnes oder Gewinns wegen übe; denn ich habe ein hinreichendes Vermögen und wende die Kenntniß, die ich beſitze, nur zum Beſten derjenigen an, für die ich mich intereſſire.“ Der Laird verbeugte ſich achtungs⸗ voll und dankbar, und dem Fremden ward ein Zimmer überlaſſen, welches eine weite Ausſicht auf die Sternenregionen gewährte.
Der Gaſt brachte einen Theil der Nacht damit zu, ſich von der
Stellung der Himmelskörper zu verſichern und ihren wahrſchein⸗
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