. 87 ohne das meinige zu gefaͤhrden, noch laſſe ich ſeine Tochter zwiſchen ſchimpflicher Ehe und entehrender Entſagung wählen. Nein, Arthur, ich ſuche Karl auf, feſt entſchloſſen, dem Feind das Leben zu nehmen, ſollt
fes auch das meinige koſten.“
„Ich beſchwöre Euch, davon zu ſchweigen,“ ſagte Ar⸗ thur beſorgt.„Bedenkt, daß ich gegenwärtig dem Für⸗ ſten diene, dem Eure Drohungen gelten—“
„Und daß Ihr verpflichtet ſeyd,“ fiel der Graf ein, „ihn von dem, was ich Euch ſage, zu unterrichten. Das wünſche ich eben, und ungeachtet er bereits einer La⸗ dung des heimlichen Gerichts nicht Folge geleiſtet hat, freue ich mich doch der Gelegenheit, ihm eine perſön⸗ liche Ausforderung zu ſchicken. Sagt Carl von Burgund, daß er Unrecht gehandelt habe an dem Grafen von Geierſtein. Wer an ſeiner Ehre angegriffen iſt, für den verliert das Leben allen Werth, und er wird Herr von dem ſeines Feindes. Sagt ihm, er ſolle ſich wohl hüten vor mir, denn ſieht er die Sonne zweimahl auf⸗ gehen in dem neuen Jahre, ſo iſt Albert von Geierſtein meineidig.— Und nun lebt wohl; ich ſehe eine Truppe mit der burgundiſchen Fahne näher kommen, und Ihr ſeyd alſo in Sicherheit.“
Mit dieſen Worten warf er ſein Pferd herum, und ſprengte davon.


