Teil eines Werkes 
162. Bändchen = Neue Folge, 12. Bändchen, Karl der Kühne, oder: Die Tochter des Nebels : historische Novelle : 6. Theil (1830) Anne of Geierstein or The maiden of the mist
Entstehung
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mein Bruder von dem vaͤterlichen Erbe vielleicht ab⸗ tritt. Wollt Ihr bis auf beſſere Tage dieſes Wenige mit ihr theilen(vorausgeſetzt, daß Euer Vater ſeine Einwilligung gibt, denn mein Kind ſoll ſich in kein Haus eindraͤngen) ſo hat meine Tochter meine Zu⸗ ſtimmung und meinen Segen. Mein Bruder wird dieſe Wahl billigen; denn er iſt zwar abgeſtumpft fuͤr ritterliche Ehre, aber er liebt ſeine Nichte, und iſt Euer und Eures Vaters Freund. Was ſagt Ihr dazu, junger Mann? wollt Ihr eine arme Graͤfin zur Le⸗ bensgefaͤhrtin nehmen? Ich glaube, ja ich weiſſage denn ich ſtehe ſo nahe am Rande des Grabes, daß ich jenſeits deſſelben ſchauen zu koͤnnen meine daß einſt, nachdem ich lange ſchon mein ſtuͤrmevolles Leben ge⸗ endet, ein neuer Glanz die Namen De Vere und Geier⸗ ſtein uͤberſtrahlen wird. 4

Arthur ſprang vom Pferde, ergriff des Grafen Hand, und wollte ſich in Worten des Dankes ergießen, als der Graf ihm zu ſchweigen gebot.

Wir muͤſſen uns bald trennen, ſagte er;die Zeit iſt kurz, der Ort gefaͤhrlich. Ihr ſeyd fuͤr mich, auf⸗ richtig geſprochen, weniger als nichts. Waͤre mir nur einer meiner ehrgeizigen Plane gelungen, ſo haͤtt' ich den Sohn eines verbannten Grafen nicht zum Eidam erkoren. Steigt wieder zu Pferd; Dank klingt nicht angenehm, wenn man ihn nicht verdient hat.

Arthur gehorchte, und gab nun ſeinem Entzuͤcken eine annehmlichere Form, indem er zu ſchildern ver⸗

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