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Unterdeſſen waren die Heere einander ſehr nahe ge⸗ rückt, und zwiſchen den leichten Truppen fielen hin und wieder Gefechte vor. Die Stradioten, eine Art Rei⸗ terei aus dem Venetianiſchen, ähnlich der Türkiſchen, wurden von Seite des burgundiſchen Heeres gewöhnlich zu dieſen Kämpfen gebraucht, wofür ſie, wenn man ſich auf ſie verlaſſen konnte, ganz vorzüglich paßten. Der Graf von Oxford bemerkte, daß dieſe Leute, die unter Campo⸗Baſſo's Oberbefehl ſtanden, immer die Nachricht brachten, der Feind ſey in Unordnnug und in vollem Rückzug begriffen. Ebenſo erfuhr man durch ſie, daß verſchiedene Perſonen, die der Herzog perſön⸗ lich haßte, und die er beſonders in ſeine Gewalt zu bekommen wünſchte, nach Nancy geflohen ſeyen. Dieß reizte Karl noch mehr, die Stadt wieder zu nehmen, und ſein Verlangen wurde unwiderſtehlich, als er erfuhr, daß Ferrand, auf die Nachricht von ſeinem Anzuge, mit ſeinen Verbündeten, den Schweizern, einen Ort in der Nähe, St. Nicolas genannt, beſetzt habe. Die Mehr⸗ zahl ſeiner Räthe, ſo wie auch der Graf von Oxford, widerriethen dem Herzog, eine Feſtung zu belagern, während ein thätiger Feind in der Nähe ſey und ſie entſetzen könne. Sie ſtellten ihm die Schwäche ſeines Heeres, die Strenge der Jahrszeit und die Schwierig⸗ keit vor Mundvorrath zu bekommen, und riethen, er ſolle, da er den Feind zum Nückzug genöthigt habe, die weitern entſcheidenden Operationen auf den Frühling verſchieben. Karl verſuchte Anfangs dieſe Gründe zu widerlegen, als aber ſeine Räthe ihn erinnerten, daß
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