Teil eines Werkes 
162. Bändchen = Neue Folge, 12. Bändchen, Karl der Kühne, oder: Die Tochter des Nebels : historische Novelle : 6. Theil (1830) Anne of Geierstein or The maiden of the mist
Entstehung
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hatte, wurde ſogleich ein Herold abgeſchickt, der nach wenig Stunden zurückkehrte, ſo nahe ſtanden ſich die Heere. Er brachte einen Brief vom Landammann, der in höflichem, und ſogar freundſchaftlichem Tone bedauerte, daß er in die Nothwendigkeit verſetzt ſey, gegen ſeinen ehemaligen Gaſt die Waffen zu tragen, den er ſeiner perſönlichen Achtung verſicherte; zugleich brachte er Grüße von, Arnolds Söhnen au Arthur, und einen Brief. an ebendenſelben, der folgendermaßen lautete:

„Rudolph, Donnerhügel, wünſcht dem Kaufmann Ar⸗ thur Philipſon Gelegenheit zu geben, den Handel vol⸗ leuds abz: iſchließen, mit welchem Beide in dem Schloß⸗ hofe von Geierſtein nicht zum Schluſſe gekommen ſind⸗ Dieß wü ünſcht er um ſo mehr, weil er weiß, daß beſag⸗ ter Arthur ihm in den Weg getreten iſt, und ihm die Liebe eines Fräuleins geſtyhlen hat, dem er, Philipſon, uur ein gewöhnlicher Bekannter iſt und ſeyn kann, Er wird Philipſon wiſſen laſſen, wo ſie auf neutralem Bo⸗ den mit gleichen Waffen einander treffen können. Un⸗ terdeſſen wird er bei Scharmützeln ſo oft als möͤglich in den erſten Reihen ſeyn.“

„Hoch ſchlug, Arthurs Herz, als er⸗ dieſe Ausforderung las, deren Ton Rudolphs Gemüthszuſtaud verrieth, und zur Genüge bewies, daß er ſeine Plane auf Anng auf⸗ gegeben habe, und glaube, ſie habe dem jungen Brit⸗ ten ihre Liebe geſchenkt. Arthur fand Mittel Rudolph eine Antwort zu ſchicken, worin er ihn verſicherte, daß er gerne ſeiner Aufforderung, vor der Linie oder an einem andern Oute, Genüge leiſten werde.