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luͤhmter Wolf in ſeiner Hoͤhle, in einem finſtern Schloſſe verſteckt liegt, deſſen Thore beim erſten Rufe der Hoͤrner ſich oͤffneten, weil Niemand da iſt ſie zu vertheidigen, der kein ritterlich Schwert traͤgt, ſei⸗ nen Leib zu ſchuͤtzen, und nicht fallen kann, wie ein zum Tode geiagter Hirſch, ſondern ſich erſticken laſſen will wie ein Fuchs!«
„Tod und Teufel, luͤgneriſcher Verraͤther!“ don⸗ nerte der Herzog mit einem Blick an ſeine Seite, wo er keine Waffe gewahrte,„es iſt gut fuͤr Dich, daß ich kein Schwert habe, ſonſt wuͤrde Dein Uebermuth nicht ungeſtraft bleiben.— Tretet vor, Contay und wider⸗ legt den Verlaͤumder; ſagt, ſind meine Soldaten in Ordnung und halten ſie gute Mannszucht?“
„Herr,“ antwortete Eontay, trotz ſeines Muthes zitternd vor Karls raſender Wuth,„Ihr habt noch
viele Soldaten unter Euren Befehlen, aber es herrſcht
nicht die ſonſtige Ordnung unter ihnen.“— „Ich ſehe es— ich ſehe es—“ verſetzte der Her⸗ zog,„traͤge und ſchlechte Raͤthe ſeyd Ihr alle. Wo⸗ zu ſeyd Ihr denn nuͤtze, Herr von Contay, Ihr und die Andern, die Ihr ſo ſchoͤne Beſitzungen von mir zu Lehen tragt, wenn ich meine kranken Glieder und mein halb gebrochenes Herz nicht zur Ruhe legen
darf, ohne daß unter meinen Truppen ſchaͤndliche Un⸗
ordnung einreißt, die mich dem Spott ledes bettel
haften Fremden blos ſtellt.“
„Herr,“ erwiederte Contay mit mehr Feſtigteit, Walter Scott's Werke. 1628 Boͤchen. 5
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