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„Hah! feig, ſagſt Du?“ rief der Herzog, und ein Funke ſeines alten Geiſtes erwachte in ihm bei dem Vorwurf,„verlaßt mich Herr und kommt nicht wieder, bis Ihr gerufen werdet.“ 3 „Ich hoffe,“ verſetzte ruhig der Graf,„dieß werde geſchehen, ſobald Ihr augekleidet und geruͤſtet ſeyd, Eure Vaſallen und Freunde auf eine Eurer und ih⸗ rer wuͤrdigen Weiſe zu empfangen.“.
„Was wollt Ihr damit ſagen, Herr Graf? Ihr ſprecht ungebuͤhrlich.“. 3
„Wenn das iſt, Herr, ſo haben die Umſtaͤnde mich die Lebensart vergeſſen laſſen. Gefallene Groͤße kann ich bedauern, nicht aber den ehren, der ſich ſelbſt ent⸗
ehrt, indem er wie ein ſchwacher Knabe unter den Schlaͤgen des Mißgeſchicks ſich beugt.«
„Und wer bin ich, daß Ihr alſo mit mir ſprecht?⸗ rief Karl mit dem angebornen, trotzigen Stolze auf⸗ ſpringend,„ſeyd Ihr nicht ein elender Verbannter und wagt es alle Achtung gegen mich ſo aus den Augen zu ſetzen?“
„Ja,“ erwiederte Orford,„ich bin, wie Ihr ſagt, ein Geaͤchteter, und ich ſchaͤme mich deſſen nicht weil unerſchuͤtterliche Treue gegen meinen Koͤnig und ſeine Nachfolger mir dieſe Lage zugezogen haben. Kann ich aber den Herzog von Burgund in einem finſtern Einſiedler wieder finden, deſſen Wache ein ungeord⸗ neter Soldatenhaufe iſt, nur ſeinen Freunden furcht⸗ bar, deſſen Raͤthe in Verwirrung ſind, weil er nicht
Theil nimmt an ihren Berathungen, der, wie ein ge⸗


