Teil eines Werkes 
162. Bändchen = Neue Folge, 12. Bändchen, Karl der Kühne, oder: Die Tochter des Nebels : historische Novelle : 6. Theil (1830) Anne of Geierstein or The maiden of the mist
Entstehung
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.66 „wir haben gethan, was wir konnten. Aber Ihr habt die Anfuͤhrer Eurer Miethtruppen gewoͤhnt, nur von Euch ſelbſt Befehle anzunehmen. Auch verlangen ſie Jaut ihren Sold und Euer Schatzmeiſter weigert ſich, ihn ohne Euern Vefehl unshipahlen. weil! es ihm den Kopf koſten koͤnnte.“ Der Herzog lachte bitter, aber man Ffah, daß ihm die Antwort nicht mißfiel. „Ha, ha,« ſagte er,„nur Karl von Burgund kann ſeine wilden Pferde reiten, und ſeine unbändigen Soldaͤten im Zaume halten, Hoͤrt Contay: Morgen werde ich ausreiten, um die Truppen zu muſtern, die vorgefallenen unordnungen will ich hingehen laf⸗ ſen, auch der Sold ſoll ausbezahlt werden, aber wehe Jedem, der wieder ein Aergerniß gibt! Meine Kam⸗ merdiener ſollen mir paſſende K Kleider und meine Waf⸗ fen bringen. Ich habe eine Lehre erhalten,“ ſetzte er mit einem finſtern Blick auf Orford hinzu,„und will nicht wieder beleidigt werden, ohne die Mittel zu beſitzen, ſogleich Rache zu nehmen. Geht nun Beide; Ihr, Contay, ſchickt den Schatzmeiſter hieher mit ſei⸗ ner Rechnung, und wehe ihm, wenn ich etwas daran auszuſetzen ſinde! Geht, ſage ich, und ſchickt ihn her.“ Als ſie ſich entfernten, rief der Herzog ploͤtzlich: „Herr Graͤf, ein Wort! Wo habt Ihr die Medizin ſtudirt? Auf Eurer beruͤhmten univerſitaͤt, denk ich. Eure Kunſt hat Wunder gethan, Doktoͤr Philipſon, aber ſie haͤtte Euch das Leben koſten koͤnnen.“

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