60 einen fragenden Blick auf Colvin warf. Dieſer zuckte die Achſeln und ſchwieg.
Nachdem Colvin dem Herrn von Contay ſeine und des Grafen Ankunft hatte melden laſſen, erſchien dieſer ſogleich, und bezeugte große Freude darüber.
„Wir ſind gerade verſammelt,“ ſagte er,„um Rath zu halten, und Ihr, Herr Graf, könnt uns dabei ſehr wichtige Dienſte leiſten. Die Herren de la Croye, de Craon, Rubempré und Andere beſchäftigen ſich eben mit den zu Vertheidigung des Landes zu treffenden
Maßregeln.“ 4 Sie alle bezeugten große Freude über die Ankunft
des Grafen, und ſagten ihm, daß ſie in der letzten Zeit
ſeiner Anweſenheit im Lager ihn nur darum nicht mit
Auszeichnung behandelt haben, weil ſie wußten, daß
er unerkannt zu bleiben wünſchte.
„Der Herzog,“ ſagte de Eraon,„hat zweimal nach Euch gefragt, und beide Male bei Eurem angenom⸗ menen Namen Philipſon.“
„Das wundert mich nicht, Herr von Craon,“ erwie⸗ derte Orford.„Der Urſprung dieſes Namens ſchreibt ſich von früherer Zeit her, wo ich während meiner er⸗ ſten Verbannung hier war. Es hieß damals, wir ver⸗ triebenen Edelleute müßten andere Namen annehmen, und Herzog Philipp ſagte, weil ich der Waffenbruder ſeines Sohnes Karl ſey, ſo ſoll ich nach ihm Philipſon heißen. Zum Andenken an den gütigen Fürſten legte ich mir dieſen Namen bei, als die Noth wirklich kam, und daraus, daß der Herzog ſich deſſelben bediente, um


