Teil eines Werkes 
162. Bändchen = Neue Folge, 12. Bändchen, Karl der Kühne, oder: Die Tochter des Nebels : historische Novelle : 6. Theil (1830) Anne of Geierstein or The maiden of the mist
Entstehung
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48 2 heim, daß er ein Mann von Rang und ein ausgezeich⸗ neter Anhänger des Hauſes Lancaſter ſey. Dem guten König wäre freilich ein Gaſt von heiterem Tempera⸗ ment angenehmer geweſen, als der ernſte Staatsmann und Krieger. Der Graf wußte dieß, und beläſtigte nur ſelten ſeinen gütigen, freundlichen Wirth durch ſeine Gegenwart. Er fand jedoch Gelegenheit, dem König einen wichtigen Dienſt zu leiſten, indem er einen Ver⸗ trag zwiſchen ihm und ſeinem Neffen Ludwig von Frank⸗ reich zu Stande brachte. René trat an dieſen die Provence ab, indem die Nothwendigkeit dieſer Maß⸗ regel ſelbſt ihm einleuchtend geworden, und jeder Ge⸗ danke an eine Abtretung zu Gunſten Karls von Bur⸗ gund mit dem Tode der Königin Margarethe aufgehört hatte. Die Geſchäftserfahrung des Grafen, der bei⸗ nahe allein mit der Ausführung dieſer wichtigen, ge⸗ heimen Maßregel beauftragt war, leiſtete René ſehr ſchätzbare Dienſte, indem er dadurch jeder Geldverlegen⸗ heit überhoben und in Stand geſetzt wurde, den Abend ſeines Lebens in ſorgloſer Ruhe hinzubringen. Ludwig ermangelte nicht, den Grafen für ſich zu gewinnen, indem er ihm in der Ferne die Hoffnung zeigte, die Anhänger des Hauſes Lancaſter zu unterſtützen. Es wurden wirklich deßwegen Unterhandlungen angeknüpft, und dieſe Angelegenheiten, welche den Grafen mit ſei⸗ nem Sohne zweimal nach Paris riefen, beſchäftigten ſie während der erſten Hälfte des Jahres 1476. Unterdeſſen dauerte der Krieg des Herzogs von Bur⸗ gund mit den Schweizerkantonen und dem Grafen Fer⸗